Kleine Schätzer in D-Mark

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Vor allem alte Fünfer können mehr wert sein.  Foto: 

Jahrzehntelang bezahlten die Deutschen mit D-Mark, dann kam der Euro. Umgetauscht wurde aber nicht vollständig. Der Bundesverband deutscher Banken hat errechnet, dass vor allem Münzen zu einem großen Teil nicht zurückgegeben wurden. Im Jahr 2000 – vor der Einführung des Euro – waren Geldstücke im Wert von 16 Mrd. Mark oder 8,18 Mrd. € im Umlauf. Mehr als 40 Prozent wurden bisher nicht umgetauscht. Das entspricht einem Wert von rund 3,43 Mrd. €.

Geldscheine gaben die Deutschen dagegen weitaus vollständiger zurück. Von den 2000 im Verkehr befindlichen Banknoten im Wert von 262 Mrd. Mark schlummern nur noch etwa 3 Prozent in Schatullen oder gingen als Touristensouvenir ins Ausland. Diese haben immerhin einen Wert von etwa 3 Mrd. €.

Bundesbank nimmt Scheine an

Den Umtausch organisiert die Bundesbank. Sie nimmt die Scheine und Münzen in allen ihren Filialen an und tauscht sie nach eigenen Angaben kostenlos um. Der Umtauschkurs ist immer gleich. Ein Euro ist 1,95583 Mark wert. Finder können ihre D-Mark sogar per Post zum Umtausch an die Bundesbank senden.

Der Bankenverband rät zu einem genauen Blick auf die alten Scheine und Münzen, bevor sie bei der Bundesbank zum Nennwert umgetauscht werden. Einige Geldscheine aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik sind begehrte Sammlerobjekte, die entsprechend wertvoll sind. Gleiches gilt für einige Fünf-Mark-Gedenkmünzen.

Der 1953 zum 100. Geburtstag des Germanischen Museums Nürnberg erschienene erste „Gedenk-Fünfer“ wird demnach im Internet für 1000 € und mehr angeboten. D-Mark-Finder sollten sich also vorab etwa dort informieren und eventuell Fachhändler aufsuchen.

Ein weiterer Sonderfall sind alte Fünf- und Zehnmark-Stücke aus Silber, bei denen der Materialwert je nach Höhe der Preise für das Edelmetall unter Umständen höher sein kann als der Nennwert. Laut Bankenverband kann es sich ab einem Preis von mehr als 40 Cent je Gramm Silber lohnen, sie zum Einschmelzen zu bringen.

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