Katastrophen fordern mehr Menschenleben

Bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Hitzewellen sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr.

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Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re zählte rund 23.000 Todesopfer bei Naturkatastrophen, das sind etwa dreimal so viele wie im Vorjahr. Die schlimmsten Auswirkungen hatte das Erdbeben in Nepal im April vergangenen Jahres, bei dem alleine 9000 Menschen starben und eine halbe Million Menschen obdachlos wurden. Es richtete Schäden von insgesamt 4,8 Mrd. US-Dollar (4,4 Mrd. EUR) an.

In Europa litt vor allem Großbritannien zum Jahresende unter Stürmen und starkem Regen - zuletzt sorgte Sturm "Eva" in Yorkshire für starke Überschwemmungen. Die Gesamtschäden der Sturmserie könnten sich nach bisherigen Schätzungen auf deutlich mehr als 2 Mrd. EUR belaufen, erklärte der Rückversicherer. Zwar sei der Hochwasserschutz in den betroffenen Regionen verstärkt worden, doch hätten die Maßnahmen für die Stürme nicht ausgereicht.

Insgesamt summierten sich die Naturkatastrophen-Schäden im vergangenen Jahr auf weltweit rund 90 Mrd. Dollar (82,8 Mrd. EUR) nach 110 Mrd. Dollar (101,2 Mrd. EUR), das war der niedrigste Wert seit 2009. Rund 27 Mrd. Dollar (24,9 Mrd. EUR) der Schadensumme waren versichert. "2015 hatten wir, was die finanziellen Schäden angeht, auch Glück", erläuterte der Leiter der Geo-RisikoForschung der Munich Re, Peter Höppe. "Starke tropische Wirbelstürme trafen - wenn überhaupt - oft nur in dünn besiedelten Regionen auf Land."

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