Jetzt wollen bei Lufthansa auch noch die nicht streikenden demonstrieren

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Im zugespitzten Arbeitskampf bei der Lufthansa kommt es zu einem öffentlichen Kräftemessen zwischen den streikenden Piloten und Teilen der übrigen Belegschaft. Für heute haben sowohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) als auch der Betriebsrat des Frankfurter Bodenpersonals zu entgegengesetzten Demonstrationen vor der Unternehmenszentrale aufgerufen.

Der Boden-Betriebsrat Frankfurt fordert ein schnelles Ende des „zerstörerischen Streits“ und verlangt von der VC, in eine Schlichtung einzuwilligen. Die Durchsetzung von Partikularinteressen gehe auf Kosten aller anderen Kollegen.

Die Kabinengewerkschaft Ufo distanzierte sich von der Demonstration gegen die Piloten. Der Aufruf sei ein „bitteres Armutszeugnis“ für das Gremium.

Die VC hat auch für heute ihre Mitglieder zu Arbeitsniederlegungen auf allen Lufthansa-Strecken aufgerufen. Erneut hat die Lufthansa in einem Sonderflugplan 890 Verbindungen mit 98 000 betroffenen Passagieren gestrichen. Weitere Streiks sind laut VC-Sprecher Jörg Handwerg jederzeit mit einem Vorlauf von 24 Stunden möglich. Bislang sind an den sechs Streiktagen mehr als 525 000 Passagiere von insgesamt 4461 Flugausfällen betroffen.

Lufthansa und Cockpit streiten  um die Gehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und der Tochter Germanwings. dpa

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