Hoch auf  dem E-Wagen

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Hoch auf dem gelben Wagen, sitz ich beim Schwager vorn.“ Das zu Unrecht etwas aus der Mode gekommene deutsche Liedgut ist ohne die Hymne auf die Postkutsche nicht zu denken. Wobei solche Volkstümlichkeit wiederum auch mit zu dem Image der Deutschen Post beitrug, nicht gerade eine Speerspitze der Innovation zu sein.

Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich der Großlogistiker aber als die treibende Kraft des Fortschritts. Weniger die hippigen Start-ups aus Kalifornien oder vom Prenzlauer Berg schaffen die Mobilität der Zukunft so nachhaltig wie der Bonner Briefträger-Konzern. Er hat in aller Stille aufgebaut, was Tesla noch nicht geschafft hat: eine eigene Elektroauto-Flotte, die mehr auf den Straßen als in den Schlagzeilen unterwegs ist.

Doch jetzt betritt ein neuer Rivale das elektromagnetische Kraftfeld, ein nobody sozusagen: Dyson aus Großbritannien. Der Hersteller beutelloser Staubsauger – vom schwerreichen und zum Ritter geschlagenen Sir James Dyson, 70, gegründet – investiert 2,3 Milliarden Euro, um alsbald mit einem eigenen Elektrofahrzeug auf den Markt zu kommen.

Wenngleich es hier schon eng genug ist. Abseits von Abgasmanipulationen überrascht die Branche vor allem mit neuen Playern, die – wie die Deutsche Post und die britische Staubsauger-Firma – ihr gelerntes Terrain verlassen. Alle bauen E-Autos, niemand will sie fahren. Die Zeit ist reif, den alten Ohrwurm umzutexten: Hoch auf dem Elektro-Wagen sitzt keiner beim Schwager vorn.

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