Henkel verdient mehr

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Die Konsumgüterhersteller wie Henkel liefern sich einen erbitterten Kampf um die Gunst der Kunden. Foto: Rolf Vennenbernd  Foto: 

Der Persil- und Schwarzkopf-Hersteller Henkel kann weiter auf sein Klebstoff-Geschäft bauen. Eine starke Nachfrage insbesondere aus der Elektronik-Industrie ließ im dritten Quartal den Umsatz der größten Tochter des Konzerns ansteigen.

Schwieriger hatte es die Sparte für Wasch- und Reinigungsmittel, wo Henkel nicht so viel erzielte wie von Branchenbeobachtern erhofft. In der Kosmetik machte sich außerdem der starke Wettbewerb bemerkbar. Seine Gesamtjahresprognose für den Gewinn hob Henkel jedoch an.

Henkel-Chef Hans Van Bylen sprach in Düsseldorf von einem zunehmend herausfordernden Umfeld, in dem der Konzern dennoch habe zulegen können. Der Manager geht aber nicht davon aus, dass sich die allgemeine Lage schnell bessert.

Die Konsumgüterhersteller liefern sich einen erbitterten Kampf um die Gunst der Kunden. Neben großen internationalen Herstellern wie Unilever, Procter&Gamble oder L'Oréal sorgen auch die Handelsketten mit ihren Eigenmarken für Konkurrenz.

Der Umsatz von Henkel stieg zwischen Juli und September vor allem durch Zukäufe um 5 Prozent auf knapp 5 Milliarden Euro. Übernahmen und den Einfluss von Wechselkurseffekten herausgerechnet, wuchs Henkel um 3 Prozent. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich um 7,1 Prozent auf 897 Millionen Euro - was weniger war, als Experten erhofft hatten. Unter dem Strich sorgten Umbaukosten und Aufwendungen für die Integration des zugekauften Waschmittelherstellers Sun Products für einen Rückgang beim Nettogewinn um gut 2 Prozent auf 564 Millionen Euro.

Besser als erwartet lief es für Henkel mit Klebstoffen. Die Düsseldorfer sind hier Marktführer und profitierten entsprechend von einem Aufschwung in der Industrie. Die Erlöse legten in diesem Bereich um 4,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu.

Mit Wasch- und Reinigungsmitteln wie Persil, Pril oder Perwoll wuchs Henkel um 10,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, was aber überwiegend an Zukäufen lag. Ohne die Übernahmen betrug das Plus nur 1,8 Prozent, was bislang das schwächste Quartalswachstum in diesem Jahr war. Mit Kosmetik setzte Henkel 2,8 Prozent weniger um. „Die Rahmenbedingungen in der Konsumgüterindustrie werden schwierig blieben“, so Van Bylen.

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