Hannover Messe "Industrie 4.0" - Kanzlerin rät: Vertragen Sie sich!

Die Digitalisierung hält immer mehr Einzug in die Fabriken. Maschinen und Energiesysteme werden intelligenter. "Industrie 4.0" - so heißt das Schlagwort der Hannover Messe, die am Sonntag eröffnet wurde.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Wirtschaft Offenheit beim Zusammenwachsen der klassischen Industrie mit der digitalen Welt empfohlen. "Vertragen Sie sich, seien Sie neugierig auf das, was kommt, und hängen Sie nicht zu sehr an Ihren alten einzelnen Branchen", sagte die CDU-Politikerin am Sonntagabend zur Eröffnung der weltgrößten Industrieschau Hannover Messe. "Die europäischen Fähigkeiten müssen in diesem Bereich eher ausgebaut werden", meinte sie. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des diesjährigen Partnerlandes Niederlande, Mark Rutte, gab die Kanzlerin den Startschuss für die fünftägige Leitmesse.

Das Branchentreffen in der niedersächsischen Landeshauptstadt dreht sich um die "Industrie 4.0". Der Begriff meint das Verschmelzen der digitalen, softwaregetriebenen Welt mit der Produktion. Hier komme es darauf an, dass Deutschland den Vorsprung in der klassischen Industrie wie Auto- oder Maschinenbau zukunftsfähig weiter treibe und nicht ins Hintertreffen gerate, hieß es bei der Eröffnung.

Wie weit die Kommunikation von Maschinen, Anlagen, Zulieferern und Werkstücken bereits ist, das will die Hannover Messe von heute an unter dem Leitmotiv "Integrated Industry - Next Steps" (Integrierte Industrie - Die nächsten Schritte) zeigen. Die zwei Schwerpunkte sind die selbstlernende Fabrik und sich wandelnde Energiesysteme.

Rund 5000 Aussteller - darunter 51 Prozent aus dem Ausland - beteiligen sich an der Industrieleistungsschau in Hannover. Nach Deutschland mit rund 2500 Teilnehmern folgen China mit 500, Italien mit 267 und das diesjährige Partnerland Niederlande mit 230 Teilnehmern. Die Veranstalter rechnen mit 183.000 Besuchern.

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