Guido Maria Kretschmer: "Ich wollte, dass meine Barbie schön aussieht"

Bekannt ist Designer Guido Maria Kretschmer durch die VOX-Sendung "Shopping Queen". Auf der Messe moderiert er die Barbie-Modenschau.

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Designer Guido Maria Kretschmer liebt Barbie-Puppen.  Foto: 

Warum passen Sie und Barbie so gut zueinander?
GUIDO MARIA KRETSCHMER: Ich bin mit Barbie groß geworden. Meine Schwester hatte eine Barbie und zwei Kens. Sie hat damit immer Familie gespielt, die hatten immer Probleme. Ich wollte nur, dass meine Barbie hübsch aussieht. So bin ich spielend in die Modewelt gekommen. Barbie ist häufig die erste Frau, die man anzieht. Wenn Mattel dann fragt, ob man bei der Barbie-Modeschau mitmacht, fühlt man sich als Designer geehrt.

Wieviel Mode ist gut für Kinder?
KRETSCHMER: Ich sage Eltern immer, dass sie es schaffen müssen, dass ihre Kinder Lieblingsteile haben, die sie anziehen dürfen, solange sie das wollen. Das sollte man nicht ausrangieren, nur weil es nicht mehr so hübsch ist. Man muss zu Textilien eine Beziehungen aufbauen. Kinder müssen lernen, dass Kleidung von Menschen gemacht ist. Die entstehen nicht aus Automaten, bei denen man oben Münzen einwirft und unten kommt eine Bluse raus. Man muss wissen, wo Kleidung herkommt und aus was sie besteht. Kleidung ist wichtig, weil es die Haut der Seele ist. Und Kinder müssen lernen, dass Kleidung schützt, warmhält, aber auch dass man damit an manchen Tagen kaum gesehen wird und an anderen Prinzessin ist. Du musst das Gefühl dafür kriegen, mit dem Spiel umzugehen. Das ist wichtig, um seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Das Frauenbild hinter der Barbie wird häufig kritisiert...
KRETSCHMER: Ich finde das Idealbild gut, man kann auch als kleines dickes Mädchen mit einer schlanken Barbie spielen. Wenn die Gesellschaft anfängt, eine Barbie zu bauen, die Übergröße hat und 85 Hamburger auf einmal essen kann, weiß man auch nicht, ob das gut ist. Man sollte eher darauf achten, dass Barbie selbstständig bleibt. Ich fand immer toll, dass sie einen Beruf hat und Ken gar nicht braucht.

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