Grüne Woche mit Tulpenmeer und Bierspezialitäten

Es grunzt und gackert wieder in der Hauptstadt: Tiere und der richtige Umgang mit ihnen sind eines der großen Themen der Grünen Woche.

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Durch ein Meer holländischer Tulpen direkt zum Datteln-Kosten in die Gassen einer nordafrikanischen Altstadt - solche Kultursprünge erwarten Besucher der Grünen Woche. Die größte Agrar- und Ernährungsmesse der Welt öffnet am kommenden Freitag. Nicht nur die Auftritte der Niederlande und des Partnerlandes Marokko liegen nah beieinander. Mehr als 60 Länder präsentieren in der deutschen Hauptstadt ihre Spezialitäten.

Zu probieren gibt es Genüsse von Safran aus Afghanistan bis zum Käse aus Frankreich, aber auch deutsche Leckereien - bayerischer Krustenbraten oder Maultaschen-Eis aus Schwaben.

Doch ein unbeschwerter Schlemmertreff ist die Messe schon seit Jahren nicht mehr. An den über 1600 Ständen werden auch die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre diskutiert. Und tausende Menschen wollen auch in diesem Jahr wieder gegen Massentierhaltung und "Agrarindustrie" protestieren.

Zeitgleich beraten Regierungsvertreter aus 70 Ländern letztlich über dieselbe Frage: Welches ist der richtige Weg, um die Ernährung für neun bis zehn Milliarden Menschen auf dem Planeten sicherzustellen, die im Jahr 2050 erreicht sein soll? Auch viele der mehr als 300 Seminare und Tagungen auf der Messe kreisen darum. Eine Sonderschau des Entwicklungsministeriums trägt den optimistischen Titel: "Eine Welt ohne Hunger ist möglich." Die Debatten um Ernährungsstandards und Tierschutz haben die Grüne Woche verändert - das zeigt sich auch im 90. Jubiläumsjahr.

"Regionalität ist aktueller denn je", sagt ein Messesprecher. Die Kunden wollten die Herkunft nachvollziehen, weniger Massenware. Auf diesen Zug sprängen auch ausländische Aussteller auf. "Bio zieht auch immer", heißt es bei der Messe, die dem wachsenden Segment seit Jahren eine eigene Halle widmet.

2016 drängen neben den Bauern besonders die Brauer in den Vordergrund. Sie feiern in Berlin 500 Jahre Reinheitsgebot. Gerste, Hopfen und Wasser - mehr darf nicht ins Bier.

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