Grube sieht Bahn für den Winter gut gerüstet

Laut Vorstandschef Rüdiger Grube hat sich die Deutsche Bahn für den Winter gut vorbereitet. Im Fernverkehr könnte es dennoch eng werden.

|

Der Winter kann kommen: Die Deutsche Bahn ist nach Ansicht ihres Chefs Rüdiger Grube gut für Schnee und Eis gewappnet. "Wir sind zunehmend besser vorbereitet, nicht zuletzt haben wir auch sehr viel in eine bessere Prävention investiert", sagte der Konzernchef.

Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bahn einen fast dreistelligen Millionenbetrag für zusätzliche Wintermaßnahmen ausgegeben, sagte Grube der "Berliner Zeitung". Jetzt nehme der Konzern noch einmal einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand. Das Geld fließt nach seinen Worten unter anderem in Enteisungsanlagen für Züge, Weichenheizungen, Heizlüfter, Abtauzelte und in einen umfangreichen Schneeräumdienst. Insgesamz beheizt die Bahn 48 000 Weichen, damit diese nicht einfrieren.

Die Deutsche Bahn hatte vor allem im Winter 2009/2010 mit massiven Zugausfällen durch den Frost zu kämpfen. Im darauffolgenden Sommer war es zu Problemen durch nicht funktionierende Klimaanlagen gekommen. Dieses Jahr habe sich der Ausfall von Klimaanlagen in Grenzen gehalten. "Im Sommer hatten wir nur an einem heißen Wochenende Probleme, überhaupt kein Vergleich also mit 2010." Mehr als die Hälfte der 44 ICE-2-Züge sei inzwischen umgerüstet und deren Klimaanlagen modernisiert worden. Die Klimaanlagen der restlichen ICE-2 würden bis zum kommenden Sommer erneuert.

Eine nachhaltige Verbesserung im Zugverkehr wird es nach Angaben des Bahn-Chefs allerdings erst in einigen Jahren geben: "Aber richtig gut werden wir erst wieder, wenn wir eine Reserveflotte haben. Das wird Ende 2014 der Fall sein." Hier sei die Bahnindustrie am Zug. Wenn diese bestellte Züge pünktlich und einwandfrei liefere, stünden bei Problemen auch ausreichend Ersatzzüge zur Verfügung. Gerade im Winter ist die Bahn auf jeden Reservezug angewiesen.

Er sei aber zuversichtlich, dass sich die Industrie in Zukunft an ihre Zusagen halten werde, sagte der Bahn-Chef. "Die Industrie kann es sich gar nicht leisten, weiter so unzuverlässig zu arbeiten."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ulmer Basketballern gelingt der siebte Streich

Das Ratiopharm-Team setzt sich zuhause mit 72:69 gegen Würzburg und setzt seine Erfolgsserie fort. Das Duell zweier ehemaligen Ulmer Teamkollegen gerät zur eindeutigen Sache. weiter lesen