Griechisches Sparpaket schockt Rentner

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Die Summe ist enorm. 13,5 Mrd. EUR sollen in den nächsten zwei Jahren in Griechenland gespart werden. Und es scheint, als seien immer dieselben betroffen: Die Renten werden zum vierten Mal innerhalb von drei Jahren gekürzt - diesmal zwischen 5 und 15 Prozent.

Das Rentenalter wird von 65 auf 67 Jahre angehoben. Abfindungen für Entlassungen werden drastisch gekürzt. Wer ins Krankenhaus kommt, musste vor zwei Jahren 5 EUR, vor einem Jahr 10 EUR für den Aufenthalt in der Klinik aus der eigenen Tasche berappen. Das Sparprogramm sieht nun 25 EUR vor.

Die Durchschnittsrente liegt derzeit bei 617 EUR, der Durchschnittslohn bei 950 EUR. Die Arbeitgeber können Verträge mit jedem einzelnen Arbeitnehmer getrennt und unabhängig von Tarifverträgen schließen. "Es sind dramatische Änderungen. Wir kehren zu Zeiten zurück, wo es kaum Arbeitnehmerrechte gab", kommentiert Savvas Robolis, Chef des Instituts für Arbeit des einflussreichen Gewerkschaftsverbandes des privaten Sektors (GSEE). Die Gewerkschaften legen aus Protest das Land für 48 Stunden lahm.

Die Regierung steht vor einem neuen Kraftakt. Die Koalition aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken bröckelt. In Regierungskreisen geht man davon aus, dass nur 154 bis 155 von 300 Abgeordneten dem Sparprogramm zustimmen. Die Koalition verfügt aber über 176 Sitze.

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