Griechenlands größter Konzern flieht ins Ausland

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Für das rezessionsgeplagte Griechenland ist es schon der zweite Tiefschlag in dieser Woche. Erst am Montag hatte das größte Molkereiunternehmen des Landes, die Fage-Gruppe, angekündigt, sie werde ihren Firmensitz von Athen nach Luxemburg verlagern. Der am Donnerstagabend angekündigte Weggang von Coca-Cola Hellenic, des weltweit immerhin zweitgrößten Abfüllers der braunen Brause, ist ein zweifacher Rückschlag: Die Firma verlagert nicht nur ihren Sitz in die Schweiz. Das an der Marktkapitalisierung gemessen größte börsennotierte Unternehmen wechselt auch den Börsenplatz und geht von der Athener Börse an die London Stock Exchange. Der Wechsel spiegele den "internationalen Charakter" des Unternehmens besser wider, heißt es bei Hellenic.

Tatsächlich ist Griechenland nur eines von 28 Ländern, in denen die Firma, die rund 40 000 Beschäftigte hat, ihre Erfrischungsgetränke abfüllt und vermarktet. Athener Analysten sprechen dennoch von einer "sehr schlechten Nachricht für die griechische Wirtschaft und die Börse". Coca-Cola Hellenic klagte aber bereits länger über die hohe Steuerlast in Griechenland, wo Unternehmensgewinne mit 20 Prozent besteuert werden. Dass die Regierung nun die Firmen auch noch mit einer Sonderabgabe zur Ader lässt und Dividenden an der Quelle besteuern will, dürfte das Fass zum Überlaufen gebracht haben.

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