Gewinn des Pharmahändlers Phoenix bricht ein

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Der Gewinn von Deutschlands größtem Pharmagroßhändler Phoenix (Mannheim) ist im vergangenen Jahr um 32 Prozent auf 164 Mio. EUR gesunken. Das Unternehmen, das mehrheitlich dem Ulmer Unternehmer Ludwig Merckle gehört, begründete das mit Einmaleffekten und den Kosten der Refinanzierung. Der Phoenix-Umsatz schrumpfte um 2 Prozent auf 21,2 Mrd. EUR. Grund seien schwierige Marktbedingungen, sagte Geschäftsführer Reimund Pohl, ohne Details zu nennen. Derzeit tobt im deutschen Pharma-Großhandel eine ruinöse Rabattschlacht.

Das Mannheimer Unternehmen, das vor fünf Jahren in den Strudel der Merckle-Krise geraten war, verringerte 2012 seine Nettofinanzverbindlichkeiten um 244 Mio. EUR. Durch den Abschluss eines Kreditvertrags über 1,35 Mrd. EUR sei die Finanzierungsstruktur weiter optimiert worden. "Diese Maßnahme stärkt langfristig die finanzielle Basis und sichert uns die Flexibilität, die wir benötigen", sagte Pohl.

Das Eigenkapital stieg um 8,7 Prozent auf 2,1 Mrd. EUR, die Eigenkapitalquote um 2,6 Prozentpunkte auf 28,7 Prozent. Bereits im Januar hatte Phoenix-Chef Pohl angekündigt, ein Sparprogramm aufzulegen und Stellen zu streichen. Ziel ist es nach seinen Angaben, jährliche Kosteneinsparungen von mindestens 100 Mio. EUR zu erzielen. Phoenix ist in 23 Ländern aktiv und beschäftigt 28 700 Mitarbeiter.

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