Gerüchte um Verkauf von Kaufhof

Die Gerüchte um einen Verkauf von Kaufhof an Karstadt-Eigner Signa werden immer wieder neu befeuert.

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Kaufhof gibt es in vielen deutschen Städten.  Foto: 

Immer wenn es um einen angeblichen Verkauf von Kaufhof an den Karstadt-Eigner Signa geht, hagelt es entweder heftige Dementis oder Anfragen werden mit eisigem Schweigen quittiert. Doch die Gerüchte rund um einen möglichen Zusammenschluss der beiden Warenhaus-Konzerne erweisen sich als ebenso zäh wie langlebig.

Die Idee einer „Deutschen Warenhaus AG“ – also einer Kombination der beiden großen deutschen Unternehmen Kaufhof und Karstadt – geistert schon seit Jahren durch die Köpfe vieler Handelsexperten. Hintergrund ist der anhaltende Schrumpfkurs der deutschen Warenhausbranche, der nach Ansicht von Fachleuten wie Joachim Stumpf von der Beratung BBE anhalten wird.

Für Experte Stumpf ist es keine Frage, ob weitere Warenhäuser geschlossen werden, sondern nur noch wann und wo das geschieht. Er geht davon aus, dass etwa jedes dritte der derzeit noch rund 180 deutschen Warenhäuser früher oder später in der derzeitigen Form vor dem Aus steht. Käme ein Zusammenschluss, würde sich diese Entwicklung durch den schnelleren Wegfall von Doppelstandorten beschleunigen.

Bieterrennen verloren

Unter anderem der österreichische Investor und Karstadt-Eigentümer René Benko hat sich in den vergangenen Jahren für eine „Deutsche Warenhaus AG“ stark gemacht. Vor zwei Jahren war er aber dem kanadischen Handelskonzern Hudson‘s Bay Company (HBC) im Bieterrennen um den milliardenschweren Kaufhof-Verkauf unterlegen.

Seitdem flackerten wiederholt Gerüchte über ein weiter anhaltendes Kaufinteresse bei Benko auf. Befeuert worden waren die neuerlichen Spekulationen in den vergangenen Tagen durch einen Aktionär des in die roten Zahlen gerutschten Handelsriesen HBC. In einer Mitteilung verwies der HBC-Anteilseigner Land & Buildings auf einen möglichen Kaufinteressenten für Kaufhof.

Das Dementi folgte prompt. HBC-Europa-Chef Wolfgang Link hatte jüngst betont, dass das Unternehmen an den Investitionen von bis zu 1 Mrd. € in die deutschen Kaufhof-Standorte festhalten wolle.

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