Gemüsebauern fehlen Exporte nach Russland

Die deutsche Obst- und Gemüsebranche klagt über das Anfang August von Russland verhängte Lebensmittel-Importverbot. "2013 wurden EU-weit 2,2 Mio. Tonnen Obst und Gemüse nach Russland exportiert - das ist Ware für 2 Mrd.

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Die deutsche Obst- und Gemüsebranche klagt über das Anfang August von Russland verhängte Lebensmittel-Importverbot. "2013 wurden EU-weit 2,2 Mio. Tonnen Obst und Gemüse nach Russland exportiert - das ist Ware für 2 Mrd. EUR", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Fruchthandelsverbandes, Andreas Brügger, am Rande des Deutschen Obst- und Gemüsekongresses in Düsseldorf. Die Ware belaste nach dem sehr kurzfristig umgesetzten Embargo jetzt den europäischen Markt und lasse die Großhandelspreise abstürzen. Das von der EU aufgelegte Stützungsprogramm mit einem europaweiten Volumen von 125 Mio. EUR sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, kritisierte Brügger.

Beim Obst verzeichnet die Branche mit einem jährlichen Rückgang von rund 2 Prozent dabei noch stärkere Einbußen als beim Gemüse (minus 0,5 pro Jahr). Die wechselnden Vorlieben der Verbraucher seien schwer oder gar nicht zu ergründen, sagte Brügger. So seien zum Beispiel Grapefruits und Kohl stark eingebrochen, frische Pilze, Zucchini und Cocktailtomaten verzeichneten dagegen sogar Zuwachsraten. Kopfsalate hätten früher den Markt klar beherrscht, jetzt verlangten viele Verbraucher Rucola (Rauke), der früher wegen seines scharfen Geschmacks abgelehnt worden sei. Beim Obst gibt es Zuwächse etwa bei Heidelbeeren, Himbeeren und Granatäpfeln.

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