Ex-VW-Manager Neumann soll Opel retten

Opel bedient sich bei Volkswagen: Der ehemalige VW-China-Chef Karl-Thomas Neumann soll die Rüsselsheimer zurück in die Erfolgsspur bringen.

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Der ehemalige VW-Manager und zeitweilige Conti-Chef Karl-Thomas Neumann steuert nun Opel.

Der US-Autokonzern General Motors hat bei der Konkurrenz einen neuen Hoffnungsträger für sein europäisches Sorgenkind Opel gefunden. Der 51 Jahre alte frühere VW-China-Chef Karl-Thomas Neumann will nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa im nächsten Sommer seinen Job als neuer Chef der Adam Opel AG in Rüsselsheim antreten. Der Wechsel wurde auch in Branchenkreisen bestätigt. Unterschrieben sei aber noch nichts, hieß es. Opel wollte die Personalie zunächst nicht bestätigen.

Der Elektroingenieur und kurzzeitige Chef des Zulieferers Continental gilt als Technikfreak. Zuletzt war Neumann bei VW allerdings von seinem Posten als Chef für den wichtigsten Markt China abgelöst worden und arbeitete Informationen aus Branchenkreisen zufolge faktisch nicht mehr für den europäischen Marktführer. Gleichwohl muss Neumann voraussichtlich eine branchenübliche Sperrfrist von mehreren Monaten abwarten, bevor er seinen neuen Job antreten kann.

Die "Financial Times Deutschland", die als erste über die Personalie berichtet hatte, zitierte ein Aufsichtsratsmitglied von Opel mit den Worten: "Neumann an der Spitze wäre gut für Opel. Er hat das Format, das wir brauchen." GM hatte bereits in den vergangenen Monaten zwei VW-Manager in die Opel-Spitze berufen. Der Spitzenjob bei Opel mit der britischen Schwestermarke Vauxhall gilt derzeit als einer der schwierigsten der Branche.

Die Europa-Tochter belastet GM seit Jahren mit Milliardenverlusten. Allein 2012 rechnet der in den USA vom Staat gerettete und wiedererstarkte Konzern mit einem operativen Verlust von bis zu 1,4 Mrd. EUR aus seinem Europa-Geschäft. Opel leidet wie andere Massenhersteller unter der Absatzkrise auf seinem Kernmarkt Europa, der zudem von Überkapazitäten geprägt ist.

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