Europa will Fischbestände stärker schonen

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Europas Fischer ziehen zu viele Fische aus dem Meer. Das schwächt die Bestände. Die Reform der EU-Fischereipolitik soll die Wende bringen. Doch dazu müssen die EU-Staaten sich mit dem Europaparlament einigen. Nun stehen die Chancen dafür etwas besser.

Die EU will den Fischern zum Beispiel weitgehend verbieten, ungewollt gefangenen Fisch tot oder verletzt zurück ins Meer zu werfen. Dazu müssen die Fangmethoden geändert werden. Die Reform soll den Kurs der europäischen Fischereipolitik für die kommenden Jahre bestimmen. Beim Über-Bord-Werfen ungewollt gefangener Fische landen die Tiere oft verletzt im Wasser und sterben dort - ihr Fang nützt damit niemandem. Die Zahl dieser so genannten Rückwürfe wollen die EU-Länder im Laufe mehrerer Jahre auf höchstens 5 Prozent der Fänge drücken. Im Februar hatten die Staaten noch bis zu 7 Prozent zulassen wollen.

"In einigen Punkten haben sich die Minister bewegt, aber ich hätte mir noch mehr Mut gewünscht", erklärte die SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust. Sie ist im Parlament die Hauptansprechpartnerin für die Fischereireform. "Wir Parlamentarier werden den Text nun in Ruhe analysieren." Die Abgeordneten im Europaparlament müssen dem Gesetzeswerk zustimmen. Sie hatten zuvor angekündigt, grünes Licht könnten sie nur im Austausch für weitere Zugeständnisse geben.

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