EU-Bericht fordert mehr Migration und Mobilität

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Als Reaktion auf Fachkräftemangel und die Alterung der Gesellschaft muss Europa einem Bericht zufolge verstärkt auf Einwanderung und Mobilität von Arbeitskräften setzen. "Die Realität sieht heute so aus, dass in vielen EU-Ländern der Bedarf des jeweiligen Arbeitsmarktes nicht mehr mit ausschließlich einheimischen Arbeitskräften gedeckt werden kann", erklärte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström anlässlich der Vorstellung eines Arbeitsmarktberichts von EU-Kommission und Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

"Die Frage ist nicht, ob wir Migranten brauchen, sondern wie wir Migration am besten nutzen können", fügte Malmström hinzu. Der Bericht entwirft ein Szenario, nachdem die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in den 28 EU-Staaten bis zum Jahr 2020 um bis zu 11,7 Mio. Menschen schrumpfen könnte. Erwartet wird, dass "Engpässe an qualifizierten Arbeitskräften und Missverhältnisse zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage in der EU zu zentralen Fragen werden". Daher komme "Mobilität und Migration eine wesentliche Rolle" zu.

In dem Bericht wird gefordert, die Mobilität von Arbeitskräften innerhalb der EU zu erhöhen und die Integration von Einwanderern von außerhalb der EU zu verbessern. Zudem gehe es darum, gezielt qualifizierte Arbeitnehmer zu gewinnen, die in der EU benötigt werden.

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