EU-Aufsicht will einheitliche Regeln für Krisen-Versicherer

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Die EU-Aufseher wollen die Vereinheitlichung des europäischen Versicherungsmarktes vorantreiben. Die Aufsichtsbehörde Eiopa wirbt für gemeinsame Regeln zum Umgang mit Versicherern in Schieflage und ein einheitliches Produktkonzept für die private Altersvorsorge. Bis jetzt gebe es keine übergreifenden Mechanismen zur Rettung oder Abwicklung von Versicherern, sagte Eiopa-Präsident Gabriel Bernardino gestern in Frankfurt. Das erschwere die Lösung von grenzüberschreitenden Fällen.

„Wir müssen sicherstellen, dass die Versicherungsaufsicht in Europa auf gleichem Niveau arbeitet“, sagte Bernardino. Die Eiopa will daher bis Ende des Jahres ein Diskussionspapier erstellen. Dabei sollten bestehende Mechanismen integriert werden. Zugleich warb Bernardino für ein gemeinsames Konzept für private Altersvorsorgeprodukte. Die derzeitige Zersplitterung des Markts behindere grenzüberschreitende Geschäfte, erhöhe die Kosten und belaste die Renditen für die Kunden. EU-weit einheitliche Produkte könnten dieses Problem lösen.

Grenzüberschreitende Produkte

Gerade Lebensversicherer geraten wegen der Zinsflaute zunehmend unter Druck. Zudem steht die Branche wegen hoher Kosten am Pranger. Die Eiopa will mit ihrem im Februar vorgestellten Konzept des Pan-European Personal Pension Product (PEPP) gerade an der Vielzahl unterschiedlicher Vertragsmodelle in den einzelnen EU-Staaten ansetzen.

„Wenn es viele Produkte mit kleinen Vertragszahlen gibt, sind die Kosten pro Vertrag hoch“, sagte Bernardino. „Mit größerem Geschäftsvolumen sinken die jeweiligen Kosten, die Erträge steigen und damit die Renditen für die Kunden.“ Zudem wachse der Wettbewerb, wenn Produkte grenz­überschreitend angeboten werden. Noch ist offen, ob und wann einheitliche Altersvorsorgeprodukte Wirklichkeit werden. Letztlich müsse die Politik entscheiden, sagte Bernardino. „Die Eiopa steht bereit, die Arbeit an PEPP fortzusetzen, besonders mit der Gestaltung von Pilotprodukten.“  dpa

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