Ernsthaftes Interesse an Manroland

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Für den insolventen Druckmaschinenhersteller Manroland gibt es Hoffnung auf Rettung. Der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schneider (Neu Ulm) erklärte, die Aussichten Investoren zu finden, hätten sich weiter verbessert. "Es liegen inzwischen ernsthafte Interessenbekundungen für alle drei Produktionsstandorte in Augsburg, Offenbach und Plauen vor, die Verhandlungen laufen kontinuierlich weiter." Unterschrieben sei aber noch nichts.

Es bleibe unverändertes Ziel, einen Verkauf wesentlicher Teile des Unternehmens zu erreichen, um auf diese Weise eine Fortführung des Geschäftsbetriebes und einen Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze zu sichern.

Die Manroland AG mit bundesweit 6500 Mitarbeitern hatte Ende November Insolvenz angemeldet. Haupteigner Allianz und Miteigentümer MAN hatten dem verlustreichen Unternehmen den Geldhahn zugedreht. Schneider erklärte, die Produktion an den deutschen Standorten laufe ohne Einschränkungen weiter. Nach dem aktuellen Auftragsbestand sei die Produktion auch über den 31. Januar hinaus sichergestellt. dpa

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Kommentare

05.01.2012 11:28 Uhr

Unernst der Insolvenzverwaltung

Anlässlich der Verhandlungen mit Interessenten an anderen insolventen und früher von Schneider verwalteten Unternehmen wie der einstigen Kögel Fahrzeugwerke GmbH stieg der unzulässig von Dritten von außen ausgeübte Druck auf die betrieblichen Garanten kohärenten Wirtschaftens weit über die Grenzen des menschlich dem Einzelnen zumutbaren hinaus mit der Folge, dass besagten Arbeitnehmern nichts anderes blieb, als allem Sozialrecht, insbesondere § 216b SGB III zuwider in Transferkurzarbeit zu gehen. Obwohl also vom Souverän ohne Ausnahme dazu angehalten, setzte die freiberuflich registrierte und in der Neu-Ulmer Bahnhofstraße ansässige Gesellschaft Schneider, Geiwitz & Partner damals nicht das in dieser überlebensnotwendigen Frage allein zuständige Augsburger Insolvenzgericht und dessen Außenstelle am Amtsgericht Neu-Ulm davon in Kenntnis. Unbeantwortet insofern, ob auch im aktuellen Fall der Manroland es der Partnerschaft an Ernstlichkeit mangelt.

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