EADS verschiebt A350-Auslieferung Zahlen und Aussichten sind aber gut

Der reißende Absatz von Flugzeugen und Hubschraubern hat der EADS Quartalszuwächse beschert. Allerdings wird die Auslieferung des A350 verschoben.

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EADS-Chef Tom Enders schraubt die Ziele für 2012 herauf: Die wachsende Flugzeugproduktion soll Umsatz und Gewinn in neue Höhen katapultieren. Die Aktie reagierte mit einem Sprung auf die Nachrichten.

Im zweiten Quartal vervierfachte sich der Konzernüberschuss nahezu von 121 Mio. auf 461 Mio. EUR, obwohl die auf drei Monate taxierte Verspätung der A350 dem Unternehmen eine Sonderbelastung von 124 Mio. EUR eingebrockt hatte. Der Umsatz legte um 12 Prozent auf 13,5 Mrd. EUR zu. Die Zahl der Mitarbeiter stieg seit Jahresanfang von 133 115 auf 135 634.

Während die Erlöse im Rüstungsgeschäft wegen knapper Verteidigungsbudgets stagnierten, konnte die wichtigste Konzerntochter Airbus ebenso wie die Hubschraubersparte Eurocopter und die Raumfahrttochter Astrium ihren Umsatz prozentual zweistellig steigern.

Beim Gewinn legten die drei Sparten noch deutlicher zu. Vor allem Airbus profitierte dabei von höheren Preisen für die ausgelieferten Maschinen.

Zu schaffen machen dem Flugzeugbauer allerdings technische Probleme beim Flaggschiff A380 und dem A350. Die A350 kommt nun erneut mehrere Monate später als geplant. Als Grund nannte der Konzern die Einführung einer neuen Bohrtechnik für die Tragflächen. Das erste flugfähige Exemplar soll ab Oktober zusammengebaut werden. Der Erstflug sei jetzt für Juni oder Juli 2013 geplant, hieß es.

Die Flügelprobleme der doppelstöckigen A380 bremsen derweil sowohl die Produktion als auch den Bestelleingang. Wegen Haarrissen in Befestigungsklammern im Inneren der Tragflächen müssen insgesamt weit mehr als 100 Maschinen zurück in die Airbus-Hallen.

Erst ab 2014 will Airbus neue A380 ohne die anfälligen Teile ausliefern. 30 Exemplare der A380 sollen dieses Jahr fertig werden, 2013 dürften es wegen der aufwendigen Reparaturen allerdings weniger werden, sagte Enders. Auch die anvisierten 30 Neubestellungen für dieses Jahr zog er angesichts der Flügelprobleme in Zweifel.

Der Konzernumsatz soll aber im laufendem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf dann rund 54 Mrd. EUR steigen. Für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibungen hat EADS nun 2,7 Mrd. EUR statt gut 2,5 Mrd. EUR im Auge.

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