Drei Ex-Manager von Bank Monte dei Paschi freigesprochen

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Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena war 2008 unter anderem mit der überteuerten Übernahme eines Rivalen und einem Berg fauler Kredite in Schieflage geraten. Foto: Lars Halbauer  Foto: 

Drei frühere Manager der mit Staatsgeldern geretteten italienischen Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena sind vom Vorwurf der Finanztrickserei freigesprochen worden.

Ein Berufungsgericht in Florenz verwarf damit ein Urteil aus dem Jahr 2014, mit dem der frühere Bankpräsident Giuseppe Mussari, seine rechte Hand Antonio Vigni und Finanzchef Gianluca Baldassarri zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren.

Die Staatsanwaltschaft hatte den drei Männern vorgeworfen, absichtlich Informationen über komplexe Derivate-Geschäfte der Bankenaufsicht nicht offengelegt zu haben, um die sich verschlechternde Bilanz zu schönen.

Das Urteil dürfte aber noch keinen Schlussstrich unter die Sache ziehen, denn es kann vor dem höchsten italienischen Gericht - dem Kassationsgericht in Rom - angefochten werden. Die drei waren 2014 zu jeweils drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden, die Strafe wurde aber ausgesetzt.

Die 1472 gegründete Bank aus der Toskana gilt als die älteste der Welt. Sie war 2008 im Zuge der internationalen Finanzkrise unter anderem mit der überteuerten Übernahme eines Rivalen und einem Berg fauler Kredite in Schieflage geraten. Im August übernahm der Staat im Gegenzug für eine Kapitalspritze von 3,85 Milliarden Euro 53,5 Prozent des Kapitals.

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