Draghi sei Dank

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NBR Berlin. Copyright: Thomas Koehler/ photothek.net Berliner Redaktion, Kommentarfotos  Foto: 

Die Deutschen müssten Mario Draghi ein Denkmal setzen. Nein, der längste Wirtschaftsaufschwung seit Jahrzehnten ist nicht alleine Verdienst des Chefs der Europäischen Zentralbank (EZB). Andere Dinge haben auch ihren Anteil. Die rot-grüne Bundesregierung hat mit der Agenda 2010 die Weichen gestellt, und die erste große Koalition unter Angela Merkel reagierte in der großen Bankenkrise mit einem klugen  Konjunkturprogramm.

Doch dass es hierzulande derart gut läuft wie derzeit, daran hat Draghis Politik den Löwenanteil. Seit Jahren überschüttet die EZB  die Eurozone mit Geld. Damit will sie vor allem den von der Krise gebeutelten südlichen Staaten wieder auf die Füße helfen. Doch weil die Programme nicht gezielt auf ein oder mehrere Länder ausgerichtet werden können, profitiert auch Deutschland vom billigen Geld.

Der zum Start der Niedrigzins-Politik immer wieder beunkte Anstieg der Inflation ist bislang ausgeblieben, in ganz Europa, aber auch hierzulande. Draghi hat auch in diesem Punkt Recht behalten. Jedenfalls noch. Denn angesichts der auf Hochtouren laufenden deutschen Wirtschaft besteht die Gefahr steigender Preise nach wie vor.

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