Deutscher Bank-Ökonom sorgt sich um Einkommensungleichheit

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Dem Deutschen Bank-Experten zufolge haben vor allem die Besserverdienenden von der Antikrisen-Politik großer Notenbanken profitiert. Foto: Andreas Arnold  Foto: 

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, sieht die Einkommensungleichheit in den Industrieländern mit Sorge.

„Wir haben das untere Drittel in den entwickelten Volkswirtschaften vernachlässigt“, sagte der Ökonom am Dienstagabend in Frankfurt. Vor allem die besser Verdienenden hätten von der Antikrisen-Politik großer Notenbanken profitiert. Die ultralockere Geldpolitik treibt seit Jahren die Kurse an den Börsen an.

Hinzu kämen die Folgen der Globalisierung, sagte Folkerts-Landau. Freihandel sei gut. Doch es brauche ein starkes soziales Netz, um diejenigen aufzufangen, die durch die Globalisierung ihren Job verloren hätten.

Zugleich warnte der Ökonom vor Blasen an den Anleihenmärkte durch das milliardenschwere Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Renditen für Staatsanleihen seien zu niedrig. „Ich glaube, dass wir uns inmitten in einer Anleihen-Blase von historischem Ausmaß befinden“. Die EZB sollte jetzt mit dem Ausstieg beginnen. Die US-Notenbank hat ihr Kaufprogramm bereits vor einiger Zeit beendet und erhöht die Zinsen in kleinen Schritten.

Die Europäischen Währungshüter kaufen im Kampf gegen die niedrige Inflation noch bis mindestens Ende September 2018 Staats- und Unternehmensanleihen - auch wenn das monatliche Volumen von Januar an auf 30 Milliarden Euro halbiert wird. Sind die neun Monate Verlängerung abgelaufen, wird die EZB 2,55 Billionen Euro investiert haben. Die milliardenschweren Käufe drücken die Renditen von Anleihen. Unternehmen und Staaten kommen so billiger an Geld.

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