Den Jüngeren droht eine Rentenlücke

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Die Rente ist besser als ihr Ruf, sie ist leistungsgerecht, generationengerecht, nachhaltig und sicher. Davon ist der Freiburger Wirtschaftsprofessor Bernd Raffelhüschen überzeugt. Trotzdem können sich die Deutschen nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen, sie müssen zusätzlich vorsorgen. Das gilt vor allem für die Generation der 20- bis 34-Jährigen. „Sie benötigen etwa 800 € zusätzlich pro Monat und müssen deshalb aktiv werden“, sagte Raffelhüschen bei der Vorstellung des Vorsorgeatlas Deutschland 2017.

Allein mit der gesetzlichen Altersvorsorge erhalten die 34 Mio. Versicherten zwischen 20 und 65 Jahren, so die Analyse im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment, im Schnitt eine Rente von 1070 €. Dies entspricht 48 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens. Das ist nach Ansicht von Raffelhüschen nicht ausreichend. „Wer aber zusätzlich vorsorgt – sowohl staatlich gefördert als auch privat – kann seinen Lebensstandard im Alter sichern und in Kombination mit der gesetzlichen Rente rund 83 Prozent des letzten Einkommens erzielen.“ 60 Prozent gelten als Mindestquote, um den Lebensstandard zu halten. Die heute 20- bis 34-Jährigen können nur mit einer Rente von 981 € rechnen, die 50- bis 65-Jährigen mit 1184 €. 

Der Studie zufolge nutzen insgesamt 16 Mio. Deutsche die Riester-Rente, 8 Mio. haben eine betriebliche Altersversorgung abgeschlossen.

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