Den Deutschen vergeht der Durst aufs Bier

Der Bierdurst der Deutschen lässt nach. 2013 verkauften die Brauereien 94,6 Mio. Hektoliter. Das ist die geringste Menge seit der Wiedervereinigung.

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Der deutsche Biermarkt steht unter strenger Beobachtung: Nach den saftigen Millionenstrafen des Kartellamtes wegen illegaler Preisabsprachen kämpfen die Brauereien in einem schrumpfenden Markt um zunehmend gesundheitsbewusste Kunden. Während Rohstoff- und Energiepreise steigen, sind beim Lebensmitteleinzelhandel höhere Endpreise kaum durchzusetzen. Besonders heikel könnte die Lage für die "Fernseh-Biere" werden.

Seit Jahren gelten 10 EUR vielen Verbrauchern als Preismarke für eine 10-Liter-Kiste, sagt Bier-Experte Niklas Other vom Fachmagazin "Inside Getränke". Der Handel nutzt die billige Kiste bekannter Biermarken gerne als Lockvogel-Angebot für den Wochenendeinkauf.

Nach Untersuchungen der Gesellschaft für Konsumforschung gehen zwei Drittel der Bierkästen über Preisaktionen weg. Ob die Brauereien ihre in den vergangenen Monaten erhöhten Preise gegenüber dem Handel durchsetzen können, scheint fraglich.

Die dauerhaft niedrigen Preise sind für Other Beleg dafür, dass Preisabsprachen im deutschen Markt nicht mehr funktionieren. Vorteile haben einige regionale Anbieter, die mit ausgesprochenen Spezialitäten aufwarten können. "Der Verbraucher will eine größere Auswahl. Für besondere Produkte sind auch höhere Preise durchsetzbar", sagt der Experte.

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