Chemiekonzern Lanxess bekommt neuen Chef

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. Der Chef geht, die Aktie steigt: Beim Spezialchemiekonzern Lanxess hat der überraschende Abgang von Konzernlenker Axel Heitmann für ein Kursfeuerwerk gesorgt. Die Aktie stieg vorübergehend um mehr als 8 Prozent. Künftiger Chef ist der Ex-Lanxess-Finanzchef Matthias Zachert, der spätestens Mitte Mai vom Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck zurück kommen soll. Er genießt in Finanzkreisen einen hervorragenden Ruf. Analysten erhoffen sich vom Nachfolger eine neue Strategie und Auftrieb für das zuletzt lahmende Lanxess-Geschäft.

Heitmann stand fast zehn Jahre an der Unternehmensspitze. Er galt als erfolgreicher Sanierer, habe Lanxess aber nicht breit genug aufgestellt und zuletzt zu einseitig auf das Auto- und Reifengeschäft ausgerichtet, hieß es in Industriekreisen. So litten die Kölner unter dem schwachen Autoabsatz in Europa. Lanxess ist nach eigenen Angaben der weltgrößte Hersteller von synthetischem Kautschuk, einem wichtigen Rohstoff für Reifen. Für die rund 17 000 Beschäftigten des Spezialchemiekonzerns war die Personalie eine Überraschung.

Heitmann werde Lanxess Ende Februar verlassen, hatte der Aufsichtsrat in Köln mitgeteilt. Man habe sich einvernehmlich darauf verständig, hieß es. Zwischen Chef und Aufsichtsrat soll es aber mächtig geknirscht haben, hieß es hinter den Kulissen.

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