Brexit: Ökonomen sehen Zeitdruck und Stolpersteine

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Deutsche Ökonomen sehen den Fahrplan für die anstehenden EU-Austrittsverhandlungen der Briten kritisch.

„Innerhalb von zwei Jahren ein Abkommen über den Brexit und die künftigen Beziehungen zu erzielen, wird wegen der Komplexität der Verhandlungen schwierig“, sagte der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnlich äußerte sich der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther: „Die zeitlichen Herausforderungen für die Brexit-Verhandlungen sind extrem groß.“ Die EU und die Briten müssten sowohl die zahlreichen Austrittsdetails als auch ein neues Abkommen über die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen verhandeln.

Nach Einschätzung von Fuest müssen es die EU und die Briten schaffen, „den Austritt kooperativ zu organisieren“. Anzustreben seien Freihandelsabkommen für Güter und Dienstleistungen und außerdem eine enge Kooperation in den Bereichen Forschung und Sicherheitspolitik.

Hüther bezeichnete den 29. März, den Tag des offiziellen britischen Austrittsantrags, als „traurigen Tag für ganz Europa“. Die europäische Integration mache erstmals einen großen Rückschritt. Allerdings werde der „Brexit“ den Briten mehr schaden als der Europäischen Union.

Auf dem Weg zum endgültigen „Brexit“ sieht Hüther noch „vielfältige Stolpersteine“, beispielsweise die Frage, ob und wie viel die Briten für ihren Austritt bezahlen müssen. „Man kann nur hoffen, dass sich beide Seiten dabei konstruktiv verhalten, um ein völliges Scheitern der Verhandlungen zu verhindern.“

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