BMW fährt der Konkurrenz davon

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BMW hat im dritten Quartal überraschend viel Geld verdient und trotzt mit einem Milliardengewinn der Autokrise in Europa. Damit ziehen die Münchner den Rivalen Audi und Daimler im Dreikampf um die Spitze der Oberklasse weiter davon. Auch 2012 dürfte wieder ein Rekordjahr werden. Doch die triste Lage in Europa merkt auch BMW. "Wir spüren derzeit wie auch die gesamte Branche einigen Gegenwind, die Risiken nehmen weiter zu", sagte Konzernchef Norbert Reithofer.

Das ist derzeit aber erst auf den zweiten Blick zu spüren. Der Umsatz kletterte zwischen Juli und September um fast 14 Prozent auf rund 18,8 Mrd. EUR. Unter dem Strich verdienten die Münchner knapp 1,29 Mrd. EUR, 16 Prozent mehr als vor einem Jahr. Weltweit hat BMW im dritten Quartal 435 000 Autos abgesetzt. 2012 sollen mehr als 1,7 Mio. Autos verkauft sein. Von Januar bis September wurden davon bereits mehr als 1,3 Millionen geschafft.

Dennoch verdiente BMW mit dem Verkauf der Autos weniger Geld als noch vor einem Jahr: Der operative Gewinn sank im dritten Quartal um gut 9 Prozent auf 1,65 Mrd. EUR. Schuld daran seien höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung, neue Modelle und der schärfere Wettbewerb. Im Klartext: Auch BMW gibt in schwierigen Märkten Rabatte. Zudem bestellen Kunden häufiger günstigere Modelle.

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