Bericht: Schlecker droht das endgültige Aus

Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker steht einem Bericht zufolge vor dem endgültigen Aus. Der Rettungsplan von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz drohe zu scheitern, berichtete das „Manager Magazin“ am Dienstag unter Berufung auf mit dem Verfahren vertraute Personen.

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Noch in dieser Woche könnten die Gläubiger die Zerschlagung des Unternehmens beschließen, das derzeit pro Tag im Schnitt einen sechstelligen Geldbetrag verliere. Die Insolvenzverwaltung war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
   
Zu den anhaltenden Verlusten kommen rechtliche Unsicherheiten aufgrund der knapp 4000 Kündigungsschutzklagen  entlassener Mitarbeiter. Mögliche Kosten aus derartigen Gerichtsprozesse müsste ein Investor tragen. Laut Magazin  könnten sich diese Kosten auf bis zu 120 Millionen Euro belaufen. Da sich der Schuldenberg des Unternehmens somit  bedrohlich der Milliardengrenze nähere, drängten die Gläubiger nun auf eine rasche Lösung.
   
Die derzeitige Lage mache es allerdings kaum möglich, einen Investor zu finden, der die Schlecker-Gruppe als Ganzes  weiterführen wolle. Wahrscheinlicher sei stattdessen der Verkauf einzelner Unternehmensteile. Ein solches Prozedere ist  bereits in Gang gesetzt: Anfang Mai wurde bekannt, dass das tschechische Auslandsgeschäft an den dortigen  Marktführer PKS geht. Ein Verkauf der Schlecker-Tochter „Ihr Platz“ an die Unternehmensbeteiligungsgesellschaft  Dubag steht kurz bevor. Dem Bericht zufolge gibt es außerdem Interessenten für den spanischen Schlecker-Ableger.
   
Für die Mehrheit der derzeit noch rund 3200 deutschen Schlecker-Filialen könnte eine Einzellösung allerdings das Ende bedeuten. Eigentlich bis Pfingsten wollte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz einen neuen Investor für das angeschlagene  Unternehmen präsentieren. Anfang Mai hatte er aber angegeben, dass aufgrund der hohen Zahl von  Kündigungsschutzklagen und einer weiterhin ungeklärten Diskussion um einen Sanierungstarifvertrag für die verbleibenden Mitarbeiter der Zeitplan nicht einzuhalten sei. Am 5. Juni tritt in Ulm die Gläubigerversammlung  zusammen.
   
Schlecker hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet, nachdem das Unternehmen über Jahre Verluste angehäuft hatte. Allein im Jahr 2011 machte die Drogeriemarktkette dem Insolvenzverwalter zufolge mehr als 200 Millionen Euro  Minus. Im Rahmen seiner Sanierung schloss Schlecker im März mehr als 2000 Filialen und entließ rund 10.000 Mitarbeiter.
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Kommentare

22.05.2012 20:24 Uhr

Schlecker - Pleite

Es waere wünschenswert,wenn die verbleibende Schleckermasse gepfaendet wird und von dem Erlös,die Geschaedigten befriedigt werden.Es ist zwar schade für die,
die Arbeitslos wurden, doch diese Schleckerfamilie hat es nicht
anders verdient.Anton Schlecker hat auch keine Rücksicht auf seine Angestellten genommen.Zerschlagt dieses Unternehmen
dann ist somit endlich Ruhe.

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Die Schlecker-Pleite

2012 meldete Schlecker, Europas ehemals größte Drogeriemarktkette, Insolvenz an. Damals hatte Schlecker noch 7000 Filialen und etwa 30.000 Mitarbeiter.

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