Bei Karstadt wackelt jede fünfte Stelle

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Die rund 17 000 Karstadt-Mitarbeiter müssen sich auf massive Einschnitte gefasst machen. Das Unternehmen habe bei dem angestrebten Personalabbau einen Anteil von 20 Prozent genannt, sagte Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt: "Das ist die Größenordnung, auf die wir uns einstellen müssen."

Bei den in den kommenden Tagen anstehenden Verhandlungen sei es jedoch das Ziel der Arbeitnehmervertreter, von dieser Größenordnung herunterzukommen. "Jetzt geht es um Standort- und Beschäftigungssicherung und darum, einen Interessenausgleich und einen Sozialplan zu verhandeln."

Nach Medienberichten sollen bei Karstadt 2000 Stellen gestrichen werden. Überdies solle das Personal stärker nach Bedarf einzusetzen. So sollten am Montag und Dienstag weniger Leute eingesetzt werden als am Freitag und Samstag.

Am vergangenen Donnerstag hatte der Aufsichtsrat von Karstadt die Weichen für einen strikten Sparkurs gestellt. Über Einzelheiten der geplanten Kürzungen soll in den kommenden Wochen verhandelt werden. Die nächste Sitzung des Karstadt-Kontrollgremiums ist für den 23.Oktober geplant.

Das Unternehmen war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein Sprecher der österreichischen Signa-Holding des neuen Karstadt-Eigentümers René Benko lehnte einen Kommentar ab.

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