Bayer künftig ohne seine Kunststoffsparte

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Der Pharma- und Chemieriese Bayer (Leverkusen) steht vor einem der größten Umbrüche in seiner Geschichte: Nach der traditionsreichen Chemie vor zehn Jahren plant der Vorstand nun auch eine Abspaltung der Kunststoffsparte. Künftig wolle sich das Unternehmen ganz auf das Pharmageschäft und die Agrarchemie konzentrieren, teilte Bayer mit.

Die Industriesparte soll als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. Eine Herauslösung der Sparte aus dem Konzern über einen Börsengang oder einen Verkauf hatte Bayer-Chef Marijn Dekkers in den vergangenen Jahren zwar nie ausgeschlossen, aber die Notwendigkeit zunächst nicht gesehen. Der Teilkonzern gehört nach Firmenangaben zu den weltweit größten Chemieunternehmen - etwa in den Bereichen Vorprodukte für harte und weiche Schaumstoffe, Kunststoffgranulate sowie Rohstoffe für Lacke und Klebstoffe. Anwendung finden diese Produkte unter anderem in der Bauindustrie sowie in der Auto- und Elektronikbranche.

Im vergangenen Jahr hatte die Sparte mit weltweit 14 300 Beschäftigten einen Umsatz von 11,2 Mrd. EUR und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 435 Mio. EUR erzielt. Beide Kennzahlen waren rückläufig. Im Gegensatz zum Gesundheits- und Agrarchemie-Geschäft gilt die Kunststoffsparte als extrem konjunkturanfällig.

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