Automarkt erholt sich

Fünf Jahre Talfahrt auf Europas Automarkt sind vorbei. Nach einer PwC-Studie werden von 2014 an wieder mehr Autos verkauft. Das Wachstum in China bringt die Autokonjunktur auf Hochtouren.

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Vor allem in Europa haben Autobesitzer Neuanschaffungen auf Grund der Wirtschaftskrise hinausgezögert. Bald könnte der Stau aufgelöst werden. Foto: dpa

Die Automobil-Hersteller können mit Zuversicht auf die nächsten Jahre schauen - sogar in Europa. Dies glauben jedenfalls die Experten der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC). Danach hält zwar vor allem die Nachfrage in China den Welt-Automarkt bis 2019 auf Trab, aber auch in Europa werden die Autogeschäfte bis dahin wieder besser laufen - so gut, dass neue Werke und auch neue Arbeitsplätze entstehen, obwohl die Nachfrage auch in den kommenden Jahren nicht mehr das Niveau von 2007 mit rund 16 Mio. verkauften Pkw erreichen wird.

In Europa werden es PwC zufolge dann 14,9, in den USA 16,7 Millionen sein. Zum Vergleich: In China werden dann rund 27,7 Mio. Neuwagen auf die Straßen rollen, glaubt die Unternehmensberatung.

Wenige Wochen vor Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt betrachtet PwC vor allem die Lage und die weitere Entwicklung auf dem europäischen Automarkt und in der europäischen Automobilproduktion weniger skeptisch als andere Experten. 2013 rechnen sie in Europa zwar erneut mit einem Rückgang der Neuzulassungen von 12,5 auf 12,1 Millionen. Bis 2019 aber gehe es dann wieder auf 14,9 Millionen nach oben. Hintergrund, so Felix Kuhnert, Leiter der PwC-Autosparte, sei auch die Überwindung der Krise in Südeuropa. "Dies kann sogar zu einem Peitscheneffekt führen. Vor allem in Europa haben Autobesitzer die fällige Neuanschaffung auf Grund der Wirtschaftskrise hinausgezögert."

Besonders für die deutschen Hersteller ist das Kuhnert zufolge eine gute Nachricht. Sie profitieren weiter auch von der starken Entwicklung der Nachfrage vor allem in China. Dort werden 2013 nach Schätzungen von PwC 18,1 Mio. Autos neu zugelassen, rund 2,3 Millionen mehr als im Vorjahr. 2019 sollen es dann 27,7 Millionen sein.

Die steigende Nachfrage erfordert Kuhnert zufolge auch einen Zuwachs in der Automobil-Produktion und damit auch neue Werke. Nachdem 2012 weltweit 79,2 Mio. Autos gebaut wurden, sollen es 2019 fast 105 Millionen sein. Deutsche Hersteller würden deshalb ihre Kapazitäten verglichen mit 2013 um 4,3 Mio. Autos ausweiten.

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