Autobauer legen zu - nur VW nicht

Opel, Daimler und wohl auch BMW haben im vergangenen Jahr mehr Autos verkauft. Auch die VW-Tochter Audi legte zu.

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Der Volkswagen-Konzern insgesamt kann da allerdings nicht mithalten. Die Kernmarke verdirbt die Verkaufsbilanz 2015 - wohl auch wegen des Diesel-Skandals. Der Autoriese muss 2015 einen Rückgang verkraften. Die Verkäufe sanken um 2 Prozent auf 9,93 Mio. Fahrzeugen. Allein im Dezember ging es um 5,2 Prozent bergab. Die Nobeltochter Audi, die erneut wachsen konnte, schaffte es nicht, die Delle auszugleichen. Die geht vor allem auf das Konto der Kernmarke VW. Damit fallen die Verkaufszahlen wieder unter 10 Millionen. Gleichzeitig schrammte VW am Ziel vorbei, so viele Autos zu verkaufen wie im Jahr zuvor, als die VW-Marken noch knapp 10,14 Mio. Fahrzeuge losschlagen konnten.

Die Nobel-Tochter Audi steigerte den Verkauf im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent auf 1,80 Mio. Autos. Vor allem der Modellwechsel beim meistverkauften Audi A4 und die lahme Nachfrage in China machten dem Unternehmen aber zu schaffen. Audi-Vorstandschef Rupert Stadler sagte: "2015 hat gezeigt, dass Audi wetterfest aufgestellt ist."

Allerdings reichte der Zuwachs nicht, um das Überholmanöver des Rivalen aus Stuttgart zu verhindern. Denn auch Daimler verkaufte 2015 so viele Autos wie nie zuvor. Nach vier Jahren überholten die Schwaben damit wieder Audi und liegen beim Absatz wieder hinter BMW auf Platz zwei in der Oberklasse. Daimler steigerte sich um 14,4 Prozent. 1,99 Mio. Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart wurden verkauft. Ausgerechnet auf dem schwächelnden chinesischen Markt wuchs Daimler am stärksten: Mercedes legte dort um 32,6 Prozent zu und verkaufte rund 373 000 Wagen - erstmals mehr als in den USA.

Auch bei Opel läuft es gut. Die Tochter des US-Autoriesen GM schaffte in Europa die besten Verkaufszahlen seit 2011 - insgesamt mehr als 1,1 Mio. Fahrzeuge, 3,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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