Telefonausfälle nach Anbieterwechsel: Viele Beschwerden

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Beim Wechsel des Telefonanbieters kann es zu Problemen kommen. Foto: Julian Stratenschulte  Foto: 

Beim Wechsel des Telefonanbieters läuft es in vielen Fällen noch nicht rund. Nach Angaben der Bundesnetzagentur vom Donnerstag waren bei der Aufsichtsbehörde im vergangenen Jahr 19.000 Beschwerden eingegangen, teilte die Behörde mit und bestätigte entsprechende Berichte von Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

In rund 5300 Fällen ging die Bundesnetzagentur gegen die Anbieter vor, weil die Anschlüsse länger als 24 Stunden unterbrochen gewesen waren.

In den ersten sieben Monaten 2017 habe die Zahl der Beschwerden bei 11.000 gelegen, hieß es weiter. Dabei waren die Leitungen in 1700 Fällen länger als einen Tag unterbrochen. Beim Anbieterwechsel darf die Leitung laut Telekommunikationsgesetz maximal 24 Stunden lang unterbrochen sein. Die Zahlen seien zwar rückläufig, aber es laufe immer noch nicht perfekt, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. So hatten 2015 noch 30.000 Kunden über Schwierigkeiten beim Wechsel berichtet.

„Die Anbieter bekommen das Problem einfach nicht in den Griff oder wollen es vielleicht auch gar nicht“, zitierte die Mediengruppe Oliver Krischer, Vize-Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion. Er forderte ein härteres Durchgreifen. „Für jeden Tag mit nicht funktionierendem Telefon und Internet sollte eine Entschädigung für den Kunden fällig werden. Eine Größenordnung um 100 Euro pro Tag wäre hilfreich.“

Betroffen von den Problemen beim Anbieterwechsel seien vor allem Festnetzanschlüsse, sagte der Sprecher der Bundesnetzagentur weiter. Dort könnten beim Wechsel auf jeder Stufe Schwierigkeiten auftreten wie etwa eine falsche Adressbezeichnung oder eine fehlerhafte Verkabelung. Seit 2014 habe die Behörde gegen vier große Anbieter Bußgelder über insgesamt 300.000 Euro verhängt. Wie viele Telefonkunden jährlich ihren Festnetzanschluss wechselten, konnte die Bundesnetzagentur nicht sagen.

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