Allianz beklagt Regulierung bei Energiewende

|

Europas größter Versicherer Allianz hat der Politik vorgeworfen, dringend notwendige Investitionen in die Energiewende zu blockieren. Die Finanzaufsicht verlange für Geldanlagen in erneuerbare Energien so hohe Risikorücklagen wie für Private-Equity-Investitionen, sagte Finanzvorstand Oliver Bäte im Münchner Club Wirtschaftspresse. Außerdem dürfe nicht gleichzeitig in Windparks und in Stromtrassen investiert werden, weil die Regulierungsbehörden Erzeugung und Netz getrennt hätten. "Wir hoffen immer noch auf Vernunft in den verschiedenen Kreisen", sagte Bäte.

Die Allianz hat bislang 1,3 Mrd. EUR in Wind- und Solarparks in Deutschland, Frankreich und Spanien investiert. Bis Jahresende sollen es 1,5 Mrd. EUR sein. In Windparks auf See investiere die Allianz aber nicht, denn "die Haftungsfragen sind noch nicht durchdacht".

Allianz-Experte Walter Tesarczyk erklärte, die Seekabel von den Nordsee-Windparks verliefen nur 1,5 Meter tief im Sand in den Schifffahrtskorridoren durch die Naturschutzgebiete zum Festland. "Da kann theoretisch ein Schiff mit einem einzigen Schleppanker die Stromversorgung des halben Landes ausschalten."

Bäte sagte, Investitionen in Offshore-Windparks seien für die Allianz potenziell attraktiv, wenn das Risiko kalkulierbar sei und die Rendite stimme.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Hoffen und Bangen vor dem Prozess gegen Mesale Tolu

Am Montag entscheidet sich, ob die Journalistin frei kommt. Die Familie ist optimistisch. Diplomaten und Prominente verfolgen die Verhandlung im Istanbuler Justizpalast. weiter lesen