Agrarminister Schmidt will mehr Tierschutz

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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will mehr Tierschutz in der Massentierhaltung durchsetzen. Dabei setze er auf "verbindliche Freiwilligkeit", notfalls sei er aber auch bereit, gesetzgeberisch tätig zu werden, sagte Schmidt in Berlin. Das Konzept für mehr Tierwohl sieht unter anderem den Verzicht auf das Kürzen der Schwänze bei Mastschweinen oder der Schnäbel von Legehennen vor. Hier solle eine freiwillige Vereinbarung bis zum kommenden Frühjahr vorliegen.Beim so genannten Kupieren werden Schweinen die Schwänze amputiert, um zu verhindern, dass sich die Tiere in den oft engen Ställen gegenseitig die Schwänze abbeißen. Bei Legehennen wird der Schnabel gekürzt, damit sie nicht aufeinander einpicken. Auch gegen die Tötung von jährlich etwa 45 Mio. männlicher Küken, die aufgrund ihres Geschlechts bei der Produktion von Legehennen aussortiert werden, will Schmidt vorgehen. Hier soll die Forschung vorangetrieben werden, die eine frühe Geschlechtsbestimmung schon im Ei ermöglicht. Erste Forschungsergebnisse werden Anfang 2015 erwartet.

Für die Ausstattung von Ställen strebt Schmidt neue Regeln an. So soll jede neue Einrichtung ein Zulassungsverfahren durchlaufen, bei dem Experten die Vorrichtungen "umfassend unter dem Gesichtspunkt des Tierschutzes prüfen".

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