Absturz des Pfunds reißt Loch in den EU-Haushalt

Der Kursverfall des Pfunds nach dem Brexit-Votum hat im Haushalt der Europäischen Union ein Loch von 1,8 Milliarden Euro aufgerissen. Die Zahl nannte das Büro des für den Haushalt zuständigen Berichterstatters im EU-Parlament, Jens Geier, am Dienstag in Brüssel.

|
Seit der Entscheidung der Briten für den Austritt im Juni hat die britische Währung aber gegenüber dem Euro mehr als zehn Prozent an Wert verloren. Foto: Andy Rain
Der Kursverfall des Pfunds nach dem Brexit-Votum hat im Haushalt der Europäischen Union ein Loch von 1,8 Milliarden Euro aufgerissen. Die Zahl nannte das Büro des für den Haushalt zuständigen Berichterstatters im EU-Parlament, Jens Geier, am Dienstag in Brüssel.

Der Grund: Der britische Beitrag zu dem in Euro aufgestellten Haushalt wird in Pfund beglichen. Festgesetzt wurde der Betrag nach dem Kurs Ende 2015, wie Geier (SPD) erläuterte. Seit der Entscheidung der Briten für den Austritt im Juni habe die britische Währung aber gegenüber dem Euro mehr als zehn Prozent an Wert verloren. Folglich komme in Euro nicht der volle benötigte Betrag an.

Da der EU-Haushalt kein Defizit aufweisen dürfe, gebe es nun drei Möglichkeiten, sagte Geier: Die Briten müssten ihren Beitrag erhöhen, die anderen Länder müssten die Lücke füllen oder der Fehlbetrag müsse aus den Einnahmen der EU aus Strafzahlungen ausgeglichen werden. Die Entscheidung liege bei den Mitgliedsländern, sie müsse noch vor Jahresende fallen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Wahl: Ulm kann Vorbild einer Jamaika-Koalition sein

Das mögliche Zusammengehen von CDU, FDP und Grünen in Berlin, allgemein Jamaika-Koalition genannt, beschäftigt auch die Ulmer Parteien. weiter lesen