ZEW-Index signalisiert Erholung
Mannheim. Die abermals leicht eingetrübten ZEW-Konjunkturerwartungen signalisieren laut Experten zwar eine anhaltende Erholung der deutschen Wirtschaft. Ein klassischer, lang anhaltender Aufschwung ist demnach aber nicht zu erwarten.
Bis zur Jahresmitte dürften vor allem der Lagerzyklus und fiskalische Impulse stützen. Anschließend dürfte sich der Erholungspfad aber abflachen, kommentierte die UniCredit. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im März um 0,6 Punkte auf 44,5 Punkte gesunken, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.
Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem etwas stärkeren Rückgang auf 44,3 Punkte gerechnet. Trotz des nur leichten Rückgangs haben sich die Konjunkturerwartungen damit den sechsten Monat in Folge eingetrübt. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich hingegen um 2,9 Punkte auf 51,9 Punkte.
Das ZEW interpretierte das Ergebnis grundsätzlich positiv: Die befragten Finanzmarktexperten erwarten demnach, dass sich die deutsche Konjunktur weiter von der Wirtschaftskrise erholen wird. "Die deutsche Konjunktur ist aus der Intensivstation in die Reha gewechselt, aber von einer kräftigen Gesundung kann noch keine Rede sein", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.
Bankvolkswirte zeigten sich vor allem für die zweite Jahreshälfte 2010 verhalten. Sie verwiesen insbesondere auf auslaufende Konjunkturprogramme und die hohe Verschuldung im privaten und öffentlichen Bereich. Letzteres dürfte die stark exportorientierte Wirtschaft Deutschlands belasten. Auch die Postbank nennt das globale Umfeld als Belastungsfaktor und spricht von einer zunehmenden Unsicherheit über die Wachstumsperspektiven.
Für den Euroraum ergibt sich eine ähnliche Tendenz wie für Deutschland. Die Konjunkturerwartungen sanken um 2,3 Punkte auf 37,9 Punkte. Die Lagebeurteilung stieg um 0,8 Punkte auf minus 61,3 Punkte. An den Finanzmärkten konnten der Euro und die Aktien leicht profitieren, während die deutschen Staatsanleihen Kursverluste hinnehmen mussten.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
16.03.2010
| Artikel twittern |
|
|
Experten sehen das globale Umfeld als Belastungsfaktor für die Erholung der deutschen Wirtschaft.
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe
Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
