Wie radioaktiv ist Ihr Bank-Konto?
Umweltorganisationen haben untersucht, welche Banken die Atomwirtschaft unterstützen. swp.de hat die Liste durchgesehen und sagt Ihnen, ob Sie ein "strahlungsfreies Konto" haben.
Autor: Manuel Bogner |Wie unterstützen Banken die Atomwirtschaft?
Mehrere Umweltorganisationen, darunter auch Greenpeace, haben untersucht, welche Banken mit der Atomindustrie verbandelt sind. Dafür haben sie weltweit 80 Unternehmen bestimmt, die zur Atomwirtschaft gehören oder mit ihr verzahnt sind. In den Geschäftsberichten dieser Unternehmen steht, von welchen Banken sie Geld bekommen haben. Berücksichtigt wurden Geschäftsberichte von 2000 bis 2009.
Deutsche Banken mischen kräftig mit
Die Ergebnisse sind nun auf der Seite nuclearbanks.org abrufbar. Die Deutsche Bank landet weltweit auf Platz 7 und ist damit nach Meinung der Seitenbetreiber die größte "Atombank" mit Sitz in Deutschland. Doch auch andere deutsche Banken sind betroffen. swp.de hat die Excel-Tabelle durchgesehen und aufgelistet, um welche in Deutschland tätigen Banken es sich handelt.
Rangliste der "Atombanken"
Name der Bank Investierte Summe in Millionen Euro
(von 2000 - 2009)
1. Barclays 11.460
2. Citi, 11.410
3. Deutsche Bank 7840
4. Commerzbank 3920
5. Bayerische Landesbank 1750
6. ING-DiBa 1560
7. SEB Bank 1280
8. West LB 939
9. Santander 902
10. Landesbank Bad.-Würt. 831
11. Postbank 232
12. HSH Nordbank 210
13. Nord LB 53
14. Raiffeisenbank 39
Wer sein Geld atomfrei anlegen möchte, dem empfehlen Experten für grüne Finanzanlagen den Wechsel zu Öko- oder Ethikbanken. Darunter befinden sich die GLS-Bank, die Umweltbank, die Ethikbank und die Triodos Bank.




