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Wie radioaktiv ist Ihr Bank-Konto?

Umweltorganisationen haben untersucht, welche Banken die Atomwirtschaft unterstützen. swp.de hat die Liste durchgesehen und sagt Ihnen, ob Sie ein "strahlungsfreies Konto" haben.

Manuel Bogner | 0 Meinungen
Die Mehrheit der Deutschen hat genug von Atomkraftwerken. Sie wollen dass Atomkraftwerke so schnell wie möglich abgeschaltet werden. Auch deshalb wechseln viele seit der Atom-Katastrophe in Japan den Stromanbieter und beziehen nun Ökostrom. Viel unscheinbarer sind die Verstrickungen von Kreditinstituten mit der Atomwirtschaft. So unterstützten nach Ansicht von Umweltorganisationen Kunden mit der Wahl einer Bank unbewusst Atomprojekte. Denn fest steht: Das Geld, das auf unserem Bankkonto schlummert, wird von den Banken weiterinvestiert. Zum Beispiel in Energieunternehmen wie Areva, EnBW oder in Minengesellschaften, die Uran fördern.

Wie unterstützen Banken die Atomwirtschaft?

Mehrere Umweltorganisationen, darunter auch Greenpeace, haben untersucht, welche Banken mit der Atomindustrie verbandelt sind. Dafür haben sie weltweit 80 Unternehmen bestimmt, die zur Atomwirtschaft gehören oder mit ihr verzahnt sind. In den Geschäftsberichten dieser Unternehmen steht, von welchen Banken sie Geld bekommen haben. Berücksichtigt wurden Geschäftsberichte von 2000 bis 2009.

Deutsche Banken mischen kräftig mit

Die Ergebnisse sind nun auf der Seite nuclearbanks.org abrufbar. Die Deutsche Bank landet weltweit auf Platz 7 und ist damit nach Meinung der Seitenbetreiber die größte "Atombank" mit Sitz in Deutschland. Doch auch andere deutsche Banken sind betroffen. swp.de hat die Excel-Tabelle durchgesehen und aufgelistet, um welche in Deutschland tätigen Banken es sich handelt. 

  Rangliste der "Atombanken"


Name der Bank               Investierte Summe in Millionen Euro
                                        (von 2000 - 2009)


1. Barclays                                     11.460
2. Citi,                                           11.410
3. Deutsche Bank                             7840
4. Commerzbank                             3920
5. Bayerische Landesbank               1750
6. ING-DiBa                                   1560
7. SEB Bank                                   1280
8. West LB                                       939
9. Santander                                     902
10. Landesbank Bad.-Würt.             831
11. Postbank                                    232
12. HSH Nordbank                         210
13. Nord LB                                     53
14. Raiffeisenbank                             39


Wer sein Geld atomfrei anlegen möchte, dem empfehlen Experten für grüne Finanzanlagen den Wechsel zu Öko- oder Ethikbanken. Darunter befinden sich die GLS-Bank, die Umweltbank, die Ethikbank und die Triodos Bank.

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