Teva Pharmaceutical kauft Ratiopharm
Ulm. Der Ulmer Generikahersteller Ratiopharm wird an den israelischen Konkurrenten Teva Pharmaceuticals verkauft. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Verkaufspreis liegt bei 3,6 Milliarden Euro.
Teva will Ulm nach früheren Aussagen von Teva-Chef Shlomo Yanai und Europa-Chef Gerard van Odijk zur „Drehscheibe des Europageschäfts“ machen. Mit einem Umsatz von 13,9 Milliarden US- Dollar ist Teva unter die 15 größten Arzneimittelhersteller weltweit vorgerückt. Bis 2015 soll sich der weltweite Umsatz auf 31,2 Milliarden Dollar verdoppeln, in Europa auf 9,2 Milliarden fast verdreifachen. In Deutschland ist das Unternehmen nur mit einem Marktanteil von deutlich unter 5 Prozent vertreten. Mit dem Ratiopharm-Kauf würde Teva in Europa die Nummer eins.
Der Alleinerbe der Merckle-Gruppe, Ludwig Merckle, muss Ratiopharm verkaufen, um Bankschulden zu tilgen. Die Gruppe war wegen der Wirtschaftskrise und Spekulationen mit VW-Aktien in eine finanzielle Schieflage geraten. Den drohenden Zusammenbruch hatte sein Vater, Adolf Merckle, nicht verkraftet und sich im Januar 2009 umgebracht.
Bislang läuft die Entschuldung vor allem durch die Verringerung der Beteiligung am Baustoffhersteller HeidelbergCement besser als gedacht: Die Finanzverbindlichkeiten lagen zuletzt bei deutlich weniger als drei Milliarden Euro. Zum Höhepunkt der Finanzschwierigkeiten der Dachgesellschaften VEM hatten sich Schulden von rund fünf Milliarden Euro angehäuft. Ratiopharm gilt als Filetstück der Gruppe und ist im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des Kostendrucks im Gesundheitswesen von Gewinneinbrüchen verschont geblieben.
Teva hatte bereits vor zwei Jahren den amerikanischen Konkurrenten Barr Pharmaceuticals für 5,1 Milliarden Euro gekauft. Bei der Präsentation vor einer Führungsriege von Ratiopharm verwies das Unternehmen dem Vernehmen nach auf seine langjährige Erfahrung mit Großübernahmen. Seit 2003 kaufte Teva mehr als fünf Milliarden Dollar Umsatz zu und gab dafür mehr als 18 Milliarden Dollar aus. (lsw)
Der Alleinerbe der Merckle-Gruppe, Ludwig Merckle, muss Ratiopharm verkaufen, um Bankschulden zu tilgen. Die Gruppe war wegen der Wirtschaftskrise und Spekulationen mit VW-Aktien in eine finanzielle Schieflage geraten. Den drohenden Zusammenbruch hatte sein Vater, Adolf Merckle, nicht verkraftet und sich im Januar 2009 umgebracht.
Bislang läuft die Entschuldung vor allem durch die Verringerung der Beteiligung am Baustoffhersteller HeidelbergCement besser als gedacht: Die Finanzverbindlichkeiten lagen zuletzt bei deutlich weniger als drei Milliarden Euro. Zum Höhepunkt der Finanzschwierigkeiten der Dachgesellschaften VEM hatten sich Schulden von rund fünf Milliarden Euro angehäuft. Ratiopharm gilt als Filetstück der Gruppe und ist im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des Kostendrucks im Gesundheitswesen von Gewinneinbrüchen verschont geblieben.
Teva hatte bereits vor zwei Jahren den amerikanischen Konkurrenten Barr Pharmaceuticals für 5,1 Milliarden Euro gekauft. Bei der Präsentation vor einer Führungsriege von Ratiopharm verwies das Unternehmen dem Vernehmen nach auf seine langjährige Erfahrung mit Großübernahmen. Seit 2003 kaufte Teva mehr als fünf Milliarden Dollar Umsatz zu und gab dafür mehr als 18 Milliarden Dollar aus. (lsw)
Weitere Artikel:
- Merckle mit Ratiopharm-Verkauf zufrieden
- Teva und Ratiopharm: Zahlen, Daten, Fakten
- Das Unternehmen Ratiopharm
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18.03.2010
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Der Hauptsitz des Unternehmens Ratiopharm in Ulm.
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