Telekom-Datenskandal: Ermittlungen nicht abgeschlossen
Bonn/München. Die seit 2008 laufenden Ermittlungen im Telekom-Datenskandal sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bonn noch nicht abgeschlossen.
«Wir warten immer noch auf eine Entscheidung des zuständigen Amtsgerichts Bonn über die Vernehmung einer zentralen Person», sagte Oberstaatsanwalt Fred Apostel am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Essen. Solange diese Entscheidung nicht getroffen sei, könne man zum Ausgang des Verfahrens keine Angaben machen.
Apostel widersprach damit einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus» vom Samstag, wonach die Staatsanwaltschaft die Verfahren gegen Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke und den früheren Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel einstellen wird.
«Focus» hatte weiter berichtet, dass die Bonner Ermittler vier Verdächtigen aus der zweiten Reihe den Prozess wegen Untreue und illegaler Auswertung von Telefonverbindungsdaten machen wollen. Dies wollte Apostel nicht kommentieren.
In der Affäre geht es um die Bespitzelung von Betriebsräten, Aufsichtsratsmitgliedern und Journalisten. Konzernmitarbeiter hatten durch den Abgleich von Verbindungsdaten von Aufsichtsräten und Medienvertretern versucht, eine undichte Stelle bei der Weitergabe von internen Informationen zu schließen. Im Frühjahr 2008 war die Spitzelaffäre öffentlich geworden und hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.
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21.03.2010
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Das Verfahren gegen Ex-Konzernchef Ricke (l) und gegen den ehemaligen Aufsichtsratschef Zumwinkel ist eingestellt worden.
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