Telefonkunden erhalten mehr Rechte
Berlin.
Telefonkunden in Deutschland werden künftig deutlich besser gestellt. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat den Weg für ein entsprechendes Gesetz geebnet. Die Reform des Telekommunikationsrechts sieht unter anderem vor, dass Verbraucher für Warteschleifen künftig nicht mehr zahlen sollen.
Unternehmen dürfen für die Wartezeit vor Beginn eines Gesprächs keine Gebühren mehr verlangen. Dies gilt für Anrufe aus dem Festnetz und bei Telefonaten vom Handy. Warteschleifen kosten künftig nur noch, wenn der gesamte Anruf unabhängig von seiner Dauer zu einem Festpreis abgerechnet wird.
Kunden müssen über ihre voraussichtliche Wartezeit zudem informiert werden. Dabei muss angesagt werden, ob für den Anruf insgesamt ein Festpreis anfällt oder ob der Angerufene die Kosten für die Warteschleife übernimmt. Verstößt ein Unternehmen gegen die neuen Regelungen, wird ein Bußgeld fällig. Kunden müssen in diesem Fall das komplette Gespräch nicht bezahlen. Für alle diese Regelungen gilt allerdings eine Übergangsfrist.
Besser gestellt werden sollen Verbraucher auch, wenn sie ihren Anbieter wechseln. Sie dürfen höchstens einen Tag ohne Anschluss dastehen. Zudem dürfen Kunden ihre Handynummer künftig auch dann zu einem neuen Anbieter mitnehmen, wenn ihr alter Vertrag noch nicht ausgelaufen ist.
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Autor: AFP | 10.02.2012
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