Sparkasse KölnBonn mit dreistelligem Millionenverlust
Köln. Die Sparkasse KölnBonn hat das vergangene Jahr erneut mit einem dreistelligen Millionenverlust abgeschlossen. Unter dem Strich stehe für 2009 ein Fehlbetrag von 113,1 Millionen Euro, sagte der Vorstandschef der zweitgrößten deutschen Sparkasse, Artur Grzesiek, am Mittwoch in Köln.
Das Geldinstitut ist unter anderem wegen risikoreicher Beteiligungen in der Vergangenheit unter Druck. Bereits 2008 hatte die Sparkasse faktisch einen Verlust von 198,1 Millionen Euro verbucht - nur durch die Hebung stiller Reserven wies die Bilanz letztlich einen kleinen Gewinn aus. Jetzt sind die Reserven komplett aufgezehrt. Es gebe aber kein Liquiditätsproblem, betonte der Vorstand.
Bereits vor einiger Zeit hatte die Sparkasse ein Sanierungsprogramm eingeleitet. Dieses umfasst auch einen großangelegten Personalabbau: Bis zum Jahr 2014 soll die Zahl der Vollzeitstellen auf 2980 sinken - das ist ein Viertel weniger als noch 2007. Der Abbau solle aber sozialverträglich geschehen, betonte Grzesiek. Zurzeit arbeiten bei der Sparkasse 5112 Menschen - wie viele es 2014 noch sein werden, könne er nicht sagen.
Gegen die Sparkasse läuft ein Beihilfeverfahren der EU-Kommission, weil sie vermutet, dass eine Finanzspritze von 650 Millionen Euro an das Geldinstitut illegal war. Die Städte Köln und Bonn als Eigentümer hatten das Kapital der Sparkasse mit Genussrechten und stillen Einlagen erhöht - nach Angaben der Kasse war dies nötig, um Kredite für den Mittelstand sicherzustellen. Die EU-Kommission hat die Sparkasse aufgefordert, einen Umstrukturierungsplan vorzulegen, um die langfristige Rentabilität zu sichern.
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10.03.2010
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Die Sparkasse KölnBonn muss für das Jahr 2009 einen Verlust von 113,1 Millionen Euro verbuchen.
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