Royal Bank of Scotland streicht 3500 Stellen

London.  Die britische Royal Bank of Scotland (RBS) streicht in Großbritannien weitere 3500 Stellen. Die in der Finanzkrise verstaatlichte Bank, die zu 83 Prozent dem britischen Steuerzahler gehört, hatte bereits im vergangenen Jahr 9000 Jobs gekürzt.

Diesmal betreffe es vor allem Computertechniker und Büroangestellte, teilte die Bank am Donnerstag mit. 12 Geschäftsstellen sollen geschlossen werden, drei weitere stünden auf dem Prüfstand.

Ein Drittel der Job-Kürzungen sei Folge des Verkaufs von 318 Filialen an die spanische Santander-Gruppe. Dies war eine Auflage der Wettbewerbsbehörde der Europäischen Union, um staatliche Hilfen zu ermöglichen. Die Gewerkschaft Unite bezeichnete die Nachrichten der Royal Bank of Scotland als «Horrorgeschichte».

Das Streichen von Stellen sei die schwierigste Aufgabe, die die Bank erfüllen müsse, um die staatlichen Hilfen zurückzahlen zu können, hieß es in einem Statement der Bank. Die Bank war nach Jahren der Krise im ersten Halbjahr 2010 wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Insgesamt gingen bei der RBS in der Finanzkrise seit 2008 mehr als 25 000 Arbeitsplätze verloren.


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02.09.2010

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