Nord/LB optimistisch für 2010

Hannover.  Die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) hat nach einem Millionenverlust im vorigen Jahr wieder Fahrt aufgenommen und sieht sich gut gerüstet für das Jahr. Vor allem im klassischen Bankgeschäft mit den Kunden sei die Bank gut vorangekommen, teilte die Nord/LB in Hannover mit.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft habe stark zurückgefahren werden können. Die höhere Vorsorge vor faulen Krediten hatte die Bank im gesamten Jahr 2009 tief in die Verlustzone rutschen lassen. Im ersten Halbjahr 2010 erzielte die Nord/LB wieder einen Gewinn nach Steuern von 68 Millionen Euro. Das Halbjahresergebnis blieb damit zwar noch um 73 Prozent hinter dem des Vergleichszeitraums zurück.

Vorstandschef Gunter Dunkel erwartet aber, mit den Neunmonatszahlen das Vorjahresergebnis zu übertreffen. «Wir werden die positive Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzen und das Gesamtjahr mit deutlich positivem Ergebnis abschließen», sagte er.

Die Vergleichszahlen des ersten Halbjahres 2010 seien zudem stark durch Sondereffekte begünstigt. Im Auftaktquartal 2009 hatte die Bank deutlich von Kursaufholungen bei ihren Wertpapieren profitiert, nach einem drastischen Einbruch zu Beginn der Finanzkrise. Danach waren die Ergebnisse 2009 von Quartal zu Quartal rückläufig. Staatshilfen musste die Nord/LB aber anders als andere Institute nicht beantragen.

Ihr Zinsergebnis verbesserte die Nord/LB im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 758 Millionen Euro. Das Provisionsergebnis stieg um 33 Prozent auf 110 Millionen. Besonders bei klassischen Ertragsquellen sei man gut vorangekommen, hieß es. Positiv sei vor allem die Entwicklung bei der Finanzierung von Schiffen, Flugzeugen, Erneuerbaren Energien und Infrastruktur sowie im zinsbasierten Kapitalmarktgeschäft gelaufen. «Unser Geschäftsmodell trägt», sagte Dunkel.

Als Verlustbringer im NORD/LB Konzern zeigte sich jedoch erneut das Joint Venture mit einer norwegischen Bank DnB NORD, das vor allem im Baltikum und in Polen tätig ist. Die dortige Wirtschaft, besonders im Baltikum benötige noch Zeit, um sich von den schweren Rückschlägen vollständig zu erholen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ging gegenüber dem Vorjahreswert um 23 Prozent zurück und liege mit 296 Millionen Euro besser als erwartet. Mit dem Anziehen der Wirtschaft mache sich auch bei diesem Posten Entspannung bemerkbar, hieß es. Dennoch sei Wachsamkeit weiterhin geboten, die Realwirtschaft hat die Krise nach Einschätzung der Bank noch nicht hinter sich gelassen.


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31.08.2010

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