Medienbericht: Auch Iveco-Werk Weisweil von Aus bedroht
Das Iveco-Produktionswerk für Brandschutzfahrzeuge in Weisweil (Kreis Emmendingen) ist nach einem Bericht des Südwestrundfunks ebenfalls von einer Schließung bedroht.
Dies wollte Iveco-Sprecher Tobias Welp auf Anfrage am Mittwoch zunächst nicht bestätigten. Die angeschlagene Fiat-Tochter hatte am Montag die Schließung ihrer Lastwagenproduktion in Ulm im Zuge einer Neuordnung des Deutschlandsgeschäfts angekündigt. Teil dessen ist auch der Ausbau des Bereichs Brandschutz in Ulm zu einem Kompetenzzentrum. "Das kann Verlagerungen von Kapazitäten aus anderen Werken mit sich bringen", räumte Welp in Ulm aber ein.Was das konkret für den Standort Weisweil mit etwa 185 Mitarbeitern bedeute, könne Welp noch nicht sagen: "Die Gespräche mit der Gewerkschaft und den Arbeitnehmervertretern laufen." Genaue Angaben über den Zeitrahmen für Verlagerungen der Produktion, von denen auch andere Standorte betroffen sein dürften, machte Welp auch nicht. Der Aufbau des Kompetenzzentrums in Ulm solle aber «so schnell wie möglich» in Angriff genommen werden. Ziel sei es, Iveco in dem Bereich mittelfristig besser und globaler aufzustellen.
Wegen anhaltender Schwierigkeiten am europäischen Markt will Iveco die Ulmer Lkw-Produktion in das Schwesterwerk im spanischen Madrid verlagern. Derzeit sind IG-Metall, Betriebsräte und Iveco in Gesprächen über die genaue Ausgestaltung der Neuordnung und die Folgen für die Standorte und Mitarbeiter in Deutschland. Die Gewerkschaft kritisierte die Ulmer Iveco-Entscheidung als historischen Fehler.





