Gespräche über Zukunft von Schlecker
Von heute an geht es in Ulm um die Zukunft der Schlecker-Mitarbeiter. Die Gewerkschaft Verdi und der vorläufige Insolvenzverwalter verhandeln.
Autor: DPA/EB |Entlassene Schlecker-Mitarbeiter könnten Job-Chancen bei Rossmann haben. Einige der, wie es zuletzt hieß, 11 750 von Kündigung bedrohten Beschäftigten könnten unterkommen, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Konkurrenten in Burgwedel. "Das ist aber kein garantiertes Übernahmeangebot", betonte er.
Der Gründer und Inhaber der Kette, Dirk Roßmann, hatte zuvor gesagt: "Wir eröffnen im Jahr rund 100 neue Märkte und stellen dabei etwa 1000 neue Mitarbeiter ein. Da werden sicher auch Schlecker-Mitarbeiter dabei sein." Der Rossmann-Sprecher erklärte, es seien auch früher schon Schlecker-Mitarbeiter übernommen worden.
Wie es für die Schlecker-Beschäftigten weitergeht, wird von heute an Thema bei Verhandlungen in Ulm sein. Dort treffen sich Gewerkschaftsvertreter mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. "Erklärtes Ziel ist, möglichst viele der Existenzen durch einen Arbeitsplatz bei Schlecker zu sichern", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Dabei müssten auch die Ideen der Mitarbeiter für ein Sanierungskonzept berücksichtigt werden.
Sie forderte, dass die Politik über eine Zwischenfinanzierung die Sanierung ermöglicht - etwa für eine Transfergesellschaft. Darüber hatte Geiwitz vergangene Woche mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und Verdi-Chef Frank Bsirske gesprochen. Wirtschaftsminister Nils Schmid schlägt vor, mit länderübergreifender Hilfe die Gründung einer Transfergesellschaft zu unterstützen. Allerdings gebe es dazu bisher noch keine Anfrage des solvenzverwalters .
Der Familienkonzern soll von 1. April an schwarze Zahlen schreiben. Dafür will Insolvenzverwalter Geiwitz 2400 der 5400 deutschen Schlecker-Filialen schließen. Auch die insolvente Tochter "Ihr Platz" macht 142 Filialen dicht.






