Douglas: Kein Krieg mit Erwin Müller
Hagen.
Beim Handelskonzern Douglas bahnt sich nach Aussage von Vorstandschef Henning Kreke kein Machtkampf mit dem ungeliebten Großaktionär Erwin Müller an. "Wir sind sicherlich Konkurrenten, aber es gibt keinen Krieg zwischen uns", sagte Douglas-Chef Henning Kreke gestern in Hagen. Zuvor hatte der Vorstandschef die Zahlen für das wichtige Weihnachtsquartal präsentiert und einen Gewinnrückgang gemeldet. Vor allem in der Buchsparte Thalia läuft das Geschäft nicht wie gewünscht, weil immer mehr Kunden lieber im Internet einkaufen.
Seit Mitte Januar befindet sich die Douglas-Aktie im Aufwind, beflügelt von Übernahmefantasien. Denn die Gründerfamilie Kreke hatte damals mitgeteilt, sie erwäge, den Konzern von der Börse zu nehmen. Unterstützung könnten Finanzinvestoren bieten. Ohne den Ulmer Drogerieunternehmer Erwin Müller kann die Familie die Pläne aber nicht in die Tat umsetzen, schon gar nicht, wenn dieser von seinen Optionen Gebrauch macht, seinen Anteil von derzeit gut 10 Prozent auf über 25 Prozent aufzustocken. Dass Müller diese Möglichkeit hat, ist seit Ende letzter Woche bekannt. Ob er davon Gebrauch machen wird, und mit welchen Hintergedanken, hingegen nicht. Müller will sich frühestens zur Hauptversammlung der Douglas-Holding im März äußern. Größter Einzelaktionär ist derzeit die Oetker-Gruppe mit fast 26 Prozent.
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Autor: DPA | 09.02.2012
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