Commerzbank wehrt sich gegen Dumping-Vorwürfe
FRANKFURT. Die Commerzbank wehrt sich gegen Vorwürfe, sie verschaffe sich mit Steuergeldern Wettbewerbsvorteile.
Konkurrenten begründeten eigene Kundenverluste damit, «dass die staatlich gestützte Commerzbank mit Dumping-Konditionen im Privatkundengeschäft auf Kundenfang gehe. Aber erstens gewinnen Sie allein mit niedrigen Preisen dauerhaft keine Kunden. Und zweitens können wir aufgrund der EU-Auflagen solche Preise überhaupt nicht nehmen», erklärte Commerzbank-Privatkundenvorstand Achim Kassow in einem Interview, das «Frankfurter Rundschau» und «Berliner Zeitung» am Freitag veröffentlichten.
Im Juni war bekanntgeworden, das Genossenschaftsbanken Beweise sammeln, um der Commerzbank ruinösen Wettbewerb nachzuweisen - von «Kampfpreisen» war die Rede. Die Commerzbank wirbt beispielsweise mit Prämien von 50 bis 100 Euro für die Konteneröffnung. Das Geldinstitut hatte in den Jahren 2008 und 2009 - kurz nach der Übernahme der angeschlagenen Dresdner Bank - über den Bankenrettungsfonds staatliche Hilfen von 18,2 Milliarden Euro in Anspruch genommen.
Kassow betonte das Bemühen der Bank um gute Beratung. Die seit Jahresbeginn verpflichtenden Beratungsprotokolle schafften zwar Transparenz, verbesserten aber die Beratungsqualität nicht. «Das müssen wir schon selbst leisten.»
Der Privatkundenchef räumte ein, dass es bei den von Mitarbeitern der übernommenen Dresdner Bank im großen Stil verkauften Zertifikaten der inzwischen insolventen US-Bank Lehman Brothers Beratungsfehler gegeben haben könnte: «Natürlich können wir nicht ausschließen, dass es in Einzelfällen zu Fehlern gekommen ist. Aber das muss individuell geprüft werden», sagte Kassow.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
30.07.2010
| Artikel twittern |
|
|
Die Commerzbank wehrt sich gegen Dumping-Vorwürfe.
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
