Coca-Cola verhandelt über Kostensenkungen

Berlin.  Der Getränkeriese Coca-Cola verhandelt angesichts des scharfen Preiskampfes in der Branche über Einsparungen an seinen deutschen Standorten. Thema in laufenden Tarifgesprächen seien auch Ansatzpunkte für Kostensenkungen, sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag auf Anfrage in Berlin.

Dabei gehe es darum, in den nächsten Jahren mögliche Überkapazitäten abzubauen und in ländlichen Gebieten Vertriebsaktivitäten an externe Partner geben zu können. Zugleich sei aber «eine umfassende Beschäftigungssicherung» angeboten worden. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnte vor einer Schließung von 24 Standorten und drohte mit Warnstreiks.

Die NGG befürchtet die Stilllegung von 20 Vertriebsstandorten und vier Produktionsstätten. Zudem sollten Leiharbeit und Ausgliederungen forciert werden. «Wenn wir die uns bekannten Pläne hochrechnen, sind im schlimmsten Fall bis zu 4000 Arbeitsplätze bedroht», sagte NGG-Vize Claus Harald Güster der Tageszeitung «Die Welt» (Samstag). Der Coca-Cola-Sprecher bestätigte die Zahlen nicht und verwies darauf, dass es keine detaillierten Pläne für solche Maßnahmen gebe. Er betonte, dass auch in diesem Jahr größere Investitionen geplant seien, etwa im Marketing, bei neuen Dosen und Mehrwegangeboten.

Die nächste Verhandlung für die Coca-Cola-Erfrischungsgetränke AG steht nach Gewerkschaftsangaben am 25. und 26. März an. Die NGG fordert einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Wenn der Arbeitgeber sich nicht bewegt, will sie nach Ende der Friedenspflicht vom 1. April an zu Warnstreiks in verschiedenen Regionen aufrufen. Verhandelt wird für rund 11 000 Beschäftigte an 70 Standorten, davon haben 25 Produktionsanlagen. Beim vorherigen Tarifabschluss war 2006 eine Beschäftigungssicherung vereinbart worden.

Der Getränkebranche macht ein harter Wettbewerb mit billigen Eigenmarken großer Handelsketten und einer starken Position der Discounter zu schaffen.


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20.03.2010

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